FDP-Chef wirbt für Sonderwirtschaftszone in der Lausitz

Potsdam (dpa/bb) - Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner dringt auf die Schaffung einer Sonderwirtschaftszone in der Lausitz, um den geplanten Ausstieg aus der Braunkohle abzufedern. «Dann müssen wir aus der politisch gemachten Krise wirklich eine Chance machen», sagte Lindner am Freitag beim Wahlkampfabschluss der Liberalen in Potsdam vor der Landtagswahl in Brandenburg. «Gehen wir doch einen anderen Weg!» In einem solchen Gebiet könne es schnellere Genehmigungen und vielleicht geringe Steuern geben.

Der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist in Deutschland bis 2038 geplant - mit Strukturhilfen in Milliardenhöhe für die betroffenen Regionen. Der FDP-Chef sagte mit Blick auf den Ausstieg: «Verhindern wird man das nicht mehr, der Zug rollt.»

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zur Bewältigung des Strukturwandels in der Lausitz vor einigen Tagen bereits Sympathien für die Idee einer Sonderwirtschaftszone geäußert. Auch Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz wirbt für eine solche Sonderwirtschaftszone in der Lausitz.

An diesem Sonntag wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. In der jüngsten Umfrage, dem ZDF-«Politbarometer», kam die FDP auf 5 Prozent und wäre damit wieder im Landtag vertreten.

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