Gläserne Manufaktur von VW in Dresden setzt auf Roboter

Dresden (dpa/sn) - Die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden setzt bei der Produktion des E-Golfs auch auf Roboter. Ab sofort werde etwa der Dachhimmel serienmäßig durch einen Roboter eingebaut, teilte die Manufaktur am Donnerstag mit. Bisher waren drei Mitarbeiter mit dieser Aufgabe betraut. Künftig legt nur noch ein Beschäftigter den Dachhimmel in den Roboter ein. Die anderen bekämen neue Aufgaben, hieß es. «Hier kann man gut sehen, wie Mensch und Maschine zusammenarbeiten», sagte ein Sprecher. Es gehe vor allem darum, monotone und körperlich anstrengende Arbeiten zu ersetzen.

Nach der Erprobung am Dresdner Standort soll die Roboter-Technologie auch bei der Fertigung des ersten vollelektrischen Serienautos ID in Zwickau zum Einsatz kommen. Den Angaben zufolge ist Dresden - neben Wolfsburg und Emden - Test-Standort für die Erprobung neuer Automatisierungsprojekte. Bis 2025 will der Konzern die Produktivität in den Volkswagen Werken um 30 Prozent verbessern. «Dazu müssen die Werke schneller, schlanker und effizienter werden», sagte Andreas Tostmann, Produktions- und Logistikchef von VW. Die Erprobung neuer Technologien leiste dafür einen wichtigen Beitrag, hieß es.

Um die geplanten Milliarden-Investitionen in E-Mobilität und Digitalisierung zu stemmen, hatte der Volkswagen Konzern am Mittwoch einen verschärften Sparkurs verkündet. Demnach sollen in den nächsten fünf Jahren bis zu 7000 Stellen wegfallen. Nach dpa-Informationen sind die sächsischen Standorte nicht betroffen.

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