Höhere Gehälter für Ost-Beschäftigte von Hassia

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Schmalkalden/Berlin (dpa/th) - Die Beschäftigten des hessischen Getränkeherstellers Hassia in Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern bekommen mehr Geld. Ein Tarifabschluss für die drei ostdeutschen Firmen der Hassia-Gruppe sehe in zwei Stufen Einkommensverbesserungen von 3,7 Prozent vor, teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Montag in Berlin mit. Es gehe um die Beschäftigten von Thüringer Waldquell, Lichtenauer (Sachsen) und Glashäger (Bad Doberan).

Der Geschäftsführer der Thüringer Waldquell Mineralbrunnen, Thomas Heß, bestätigte auf Anfrage den Tarifabschluss. Es gehe um mehr als 400 Beschäftigte in Ostdeutschland, davon rund 160 in Schmalkalden. Laut NGG erfolgte die Tarifeinigung in der ersten Verhandlungsrunde.

Konkret sei vereinbart worden, dass sich Löhne und Gehälter ab 1. Juli um 2,28 Prozent erhöhen. Zum 1. Januar 2022 erfolgt eine weitere Erhöhung um 1,36 Prozent. Außerdem werde jedem Arbeitnehmer ein steuerfreier Corona-Bonus von 150 Euro gezahlt, Auszubildende erhielten die Hälfte. Zudem habe Hassia erklärt, die Auszubildenden übernehmen zu wollen.

Ungeachtet der Einkommensverbesserung beträgt die Lohndifferenz für Facharbeiter in Ostdeutschland im Vergleich zu ihren Kollegen in Hessen laut Gewerkschaft 206,50 Euro monatlich. «Wichtig ist, dass sich Hassia zur Entgeltangleichung an das Tarifniveau Hessen bekannt hat», erklärte der Vorsitzender des NGG-Landesbezirks Ost, Uwe Ledwig.

Thüringer Waldquell hatte für 2020 von einem Rekordabsatz von 124,5 Millionen Litern alkoholfreien Erfrischungsgetränken berichtet.

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