IHK-Firmen mit weniger Lehrverträgen

Viele Betriebe erhalten gar keine Bewerbungen mehr

Chemnitz.

Aufgrund des Rückgangs bei den Schulabgängern fällt es den Unternehmen der Region zunehmend schwerer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Chemnitz (IHK) wurden zum Stichtag 30. November 2019 insgesamt 3504 betriebliche Verträge der zum Kammerbezirk gehörenden Unternehmen registriert. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 284 Verträge (minus 7,5 Prozent) weniger. "Die größten Rückgänge waren im Bereich Metalltechnik, Handel, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Verkehrs- und Transportwesen zu verzeichnen", sagte am Donnerstag Gabriele Hecker, bei der IHK für den Ausbildungsbereich zuständig. Nach ihren Worten gibt es bereits zahlreiche Unternehmen, die gar keine Bewerbungen erhalten. Ein zweiter Grund sei, dass Bewerber aus Sicht der Unternehmen für den Beruf ungeeignet seien.

"Unsere Unternehmen möchten auch weiterhin ausbilden und nutzen schon frühzeitig Möglichkeiten, um auf sich aufmerksam zu machen", versicherte Hecker. In der Lehrstellenbörse der IHK Chemnitz für das Jahr 2020 seien bereits rund 600 Angebote aus allen Branchen eingestellt. Eine größere Nachfrage nach Lehrstellen erhofft sich die IHK durch verstärktes Engagement in der Berufsorientierung an Gymnasien. Nicht jeder mit Abitur müsse zwangsläufig studieren, meinte die Ausbildungsexpertin. (cul)

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