IHK fordern sofortige Auszahlung der Wirtschaftshilfen

Dresden (dpa/sn) - Die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) verlangen die sofortige und komplette Auszahlung der im Herbst 2020 angekündigten November- und Dezemberhilfen. Denjenigen Gewerbetreibenden, die keine Ansprüche auf dieses Unterstützungsprogramm haben, sollte umgehend eine «Überlebenspauschale» analog der Soforthilfen im Frühjahr 2020 zur Deckung ihrer anfallender Betriebsausgaben zukommen, forderten sie in einer Mitteilung vom Donnerstag. «Andere Hilfsprogramme, wie die Überbrückungshilfe III, sind hier keine Alternative, denn auch dort werden die Mittel viel zu spät ausgezahlt.»

Zur Begründung verwiesen die IHK auf eine «mittlerweile dramatische finanzielle Lage», die sehr schlechten Stimmung in den von Schließungen betroffenen Branchen und Unverständnis über die ausbleibenden Hilfen. «Die vorhandenen Reserven sind aufgezehrt, Kreditlinien erhöht, Sparmaßnahmen ausgereizt.» Mehr und mehr Unternehmen und Selbstständige gerieten in existenzielle Not und eine Verbesserung der Lage scheine angesichts der aktuellen Diskussion um eine Verlängerung des Lockdowns bis Ostern nicht in Sicht.

Bereits am Mittwoch hatte der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Sachsen unter Verweis auf die Lage in der Branche die schleppende Auszahlung der Novemberhilfen kritisiert und die Handwerkskammer Dresden hatte Bund und Land gemahnt, die Wirtschaftshilfen rasch auf den Weg zu bringen.

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