Infineon-Chef Jochen Hanebeck hat das rasante Wachstum des Marktes für Chips für KI-Rechenzentren im Blick - und zieht deshalb riesige Investitionen in den Hochlauf der Fertigungskapazitäten vor.
Infineon-Chef Jochen Hanebeck hat das rasante Wachstum des Marktes für Chips für KI-Rechenzentren im Blick - und zieht deshalb riesige Investitionen in den Hochlauf der Fertigungskapazitäten vor. Bild: Peter Kneffel/dpa
Wirtschaft regional
Infineon investiert 500 Millionen Euro: Dresden profitiert besonders

Der Chiphersteller Infineon möchte sich seinen Anteil am KI-Boom sichern – und zieht daher Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro in den Ausbau entsprechender Fertigungskapazitäten in dieses Jahr vor. Ein Großteil dieses Geldes soll nach Dresden fließen.

Dresden.

Der größte deutsche Halbleiterhersteller Infineon Technologies reagiert auf die stark steigende Nachfrage nach Halbleitern für Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) und will schnell die Fertigungskapazitäten erhöhen. Infineon zieht deshalb Investitionen in Höhe von rund 500 Millionen Euro in dieses Geschäftsjahr vor. Ein Großteil dieses Geldes wird für den Hochlauf der Smart Power Fab in Dresden verwendet, beispielsweise zur Ausstattung des Reinraums mit notwendigen Anlagen und Maschinen. Das kündigte jetzt Vorstandschef Jochen Hanebeck an.

Produziert werden sollen die stark nachgefragten Chips für Stromversorgungslösungen in der neuen und vierten Chipfabrik, die der Konzern für fünf Milliarden Euro in Dresden errichtet. Im Sommer soll sie in Betrieb gehen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Ursprünglich war die Eröffnung erst für den Herbst geplant. Der rasant wachsende Markt für KI-Chips passe perfekt zum Zeitplan in Dresden, heißt es. Insgesamt plant der Konzern 2027 nun nach eigenen Angaben mit 2,5 Milliarden Euro Umsatz bei Stromversorgungen für KI-Rechenzentren. Im laufenden Geschäftsjahr sind es es laut Pressemitteilung 1,5 Milliarden Euro. In der vierten Fab von Infineon in Dresden sollen nach Angaben der Infineon-Sprecherin bis zu 1000 Beschäftigte arbeiten, die zum großen Teil schon eingestellt sind. (juerg)

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