Jörg Steinbach sieht Kompetenz für Batteriezellen

Potsdam (dpa) - Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hält die Lausitz, anders als der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, für gut geeignet zur Fertigung von Batteriezellen. «In der Lausitz gibt es sowohl die Kompetenz als auch interessante Ansiedlungsstandorte für die Batteriezellenproduktion», erklärte Steinbach am Mittwoch. Brandenburg habe Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mehrere geeignete Standorte für die Ansiedlung einer Batteriefabrik benannt. Außerdem betreibe der Chemiekonzern BASF in Schwarzheide Forschungsvorhaben zur Fertigung von Batteriekomponenten, die international beispielgebend seien.

Der Präsident des Ifo-Instituts hatte sich in einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) zur Frage der Ansiedlung in der Lausitz am Mittwoch skeptisch geäußert: «Es gibt in der Lausitz heute - soweit ich das überblicke - keine Kompetenz im Bereich Batterien, Mobilität», sagte Fuest in einem Videoausschnitt der Sendung «Umschau». «Eine Batteriefabrik könnte erfolgreich sein, wenn sie in Wolfsburg, in Stuttgart, in München ist, an Orten, wo wir schon Expertise haben. Diese Expertise ist nicht da in der Lausitz. Deshalb befürchte ich, dass das unrealistisch ist.»

Die Lausitz in Brandenburg und Sachsen ist vom geplanten Ausstieg aus der Braunkohle bis 2038 betroffen. Der BASF-Standort Schwarzheide in Brandenburg ist nach eigener Darstellung an der Ansiedlung einer Produktionsanlage für Batterie-Materialien interessiert. Die Vorstandsentscheidung für den Bau der Neuanlage steht noch aus.

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