Lausitzer Wirtschaft erhofft sich von der EU Hilfe

Cottbus (dpa/bb) - Die Wirtschaft in der Lausitz erhofft sich von den Gesprächen der Ministerpräsidenten der ostdeutschen Kohleländer mit der Europäischen Kommission Hilfe für den Strukturwandel. Die Lausitz müsse eine Europäische Modellregion für alle Kohleregionen im Sinne eines erfolgreichen Strukturwandels werden, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz, Torsten K. Bork, in Cottbus. Für den Kohleausstieg müsse die fachlich-technische Begleitung durch die Institutionen der Europäischen Kommission ausgebaut werden.

Die Industrie- und Handelskammer Cottbus fordert, dass besonders kleine und mittlere Unternehmen, aber auch Forschungseinrichtungen und Infrastrukturmaßnahmen schneller und flexibler durch staatliche Beihilfen unterstützt werden können. «Sie dürfen nicht durch langwierige Anmeldezeiten bei der EU ausgebremst werden», sagte der IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle. Der IHK gehören etwa 34 000 Unternehmen aus der Region an.

Ähnliches fordert auch die Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL). «Wir wünschen uns Flexibilität bei Regularien der EU und der sonstigen staatlichen Förderung», sagte Geschäftsführer Michael Schulz. Die Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. ist eine regionale Aktions- und Netzwerkplattform in der Lausitz, in der sich Unternehmen, Institutionen und Kommunen engagieren.

Die ostdeutschen Braunkohleländer Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten am Montag in Brüssel um Beistand der EU für den anstehenden Strukturwandel geworben. Die EU müsse den Regionen die Chance geben, dass dort etwas Neues mit gut bezahlten Arbeitsplätzen entstehe, hatten die drei Ministerpräsidenten anschließend betont. Der Kohleausstieg ist schrittweise bis 2038 geplant.

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