"Mach was!" Neue Messe lockt mehr als 8000 Besucher in die Chemnitz-Arena

Mit neuem Konzept ist die Ausbildungs- und Studienmesse gestartet. Experten nahmen auf dem Sofa Platz.

Chemnitz.

Die Berufswelt von heute ist vielfältig. Junge Leute auf der Suche nach einem guten Start ins Arbeitsleben stehen vor einem unüberschaubaren Angebot. Wie schwierig es ist, den richtigen Einstieg zu findet, zeigt die Tatsache, dass in Sachsen etwa jeder dritte Lehrling schon im ersten Lehrjahr seinen Ausbildungsvertrag auflöst, um in einen anderen Job zu wechseln.

Das neue Messeformat der Ausbildungs- und Studienmesse "Mach was!" wollte Schul- und Studienabsolventen, aber auch den Eltern eine erste Orientierung geben. Mehr als 8000 Besucher haben am vergangenen Wochenende das Angebot in der Messe Chemnitz mit mehr als 70 Ausstellern, zahlreichen Vorträgen und Tipps aus der Sofa-Ecke genutzt. Viele Aussteller hatten junge Auszubildende aus ihren Betrieben mitgebracht, um die Hemmschwelle ins Gespräch zu kommen, möglichst klein zu halten.

Zu dem neuen Messekonzept gehörten nicht nur traditionelle Messestände, sondern inmitten der Messehalle eine Sofa-Ecke, die Wohnzimmeratmosphäre ausstrahlte. Dort entlockte Moderatorin Victoria Herrmann den Experten praktische Tipps und spannende Jobgeschichten. Besonders eindrucksvoll waren vier junge Leute, die mit ganz besonderen Berufswegen aufwarten konnten. So berichtete Sebastian Engel aus Stollberg von seiner Weltreise mit dem Fahrrad, bei der er ein halbes Jahr als Bäckergehilfe in einer Bäckerei arbeitet. Aber nicht irgendwo, sondern auf Feuerland in Argentinien. Dabei hat er dann so nebenher noch Spanisch gelernt.

In Ruandas Hauptstadt Kigali hatte es Simon Kötschau verschlagen. Dort arbeitete er zwölf Monate im Auftrag der Deutschen Unesco-Kommission für das dortige Goethe-Institut.

Daniela Grittner, heute Schauspielerin, Sprecherin und Moderatorin war ebenfalls ein halbes Jahr allein durch Südamerika gereist und schwärmt heute noch von der Grenzerfahrung in der Salzwüste Boliviens. Sascha Vogel traute sich schon mit 16 Jahren für ein ganzes Jahr zum Schüleraustausch in die USA, übernahm später sogar einen Job in Saudi-Arabien und ist heute in seiner Lieblingsbranche gelandet: der Luftfahrt. Diese ungewöhnlichen Berufswege sollten die jungen Messebesucher dazu motivieren, auch mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und etwas zu wagen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...