Neuer Werber für Standort Sachsen

Wachwechsel bei der Wirtschaftsförderung Sachsen in Dresden. Thomas Horn soll der landeseigenen Gesellschaft neue Impulse geben.

Dresden.

Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) hat Thomas Horn ab dem 1. November zum Geschäftsführer der landeseigenen Gesellschaft bestellt. Der 1969 in Schöneck (Vogtland) geborene Horn tritt die Nachfolge von Peter Nothnagel an, der künftig neue Aufgaben im Geschäftsbereich des sächsischen Wirtschaftsministeriums (SMWA) übernehmen wird. Das teilte das SMWA gestern mit.

"Ich freue mich sehr, dass der Aufsichtsrat der WFS im Auswahlverfahren für Thomas Horn votiert hat. Er war bereits für die WFS als Projektleiter für die Zusammenarbeit mit Polen, Litauen, Lettland und Estland tätig und hat die Außenwirtschaft des Freistaates Sachsen seit vielen Jahren engagiert begleitet", sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der WFS ist. Horn kenne sowohl die sächsische Unternehmenslandschaft als auch ausländische Investoren. "Ich bin davon überzeugt, dass er die WFS erfolgreich weiterentwickeln und den Unternehmen als kompetenter Partner zur Seite stehen wird", meinte Dulig.

Mit dem Wechsel geht auch eine Ära in der sächsischen Standortpolitik zu Ende. Peter Nothnagel war 2010 von der damaligen schwarz-gelben Regierung in das Amt eingesetzt worden und ist in der sächsischen Wirtschaft gut vernetzt. Für das vergangene Jahr hatte er eine positive Bilanz vorgelegt. Danach hatten sich 2017 im Freistaat 19 Firmen neu angesiedelt, mit einer Investitionssumme von insgesamt 1,45 Milliarden Euro. Grund für die hohen Investitionen war unter anderem die Ansiedlung von Bosch in Dresden. Die WFS betreibt seit 1991 Werbung für den Wirtschaftsstandort und berät Investoren bei der Realisierung eines Ansiedlungsprojektes.

Horn studierte in Moskau und London Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Er ist seit 1994 für den Freistaat Sachsen tätig, zuletzt seit 2010 in der Staatskanzlei als Referatsleiter für Internationale Beziehungen, und auch für die Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Polen und Tschechien zuständig.

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