Rekordtief bei Arbeitslosigkeit in Sachsen

Neue Verträge, Ausbildungsbeginn, Weiterbildung: Im Frühherbst ist die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen auf ein Rekordtief gefallen. Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern hält an.

Chemnitz (dpa/sn) - In Sachsen hat die Arbeitslosigkeit den tiefsten Stand seit der Wende erreicht. Im September waren 111 000 Männer und Frauen erwerbslos. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,2 Prozent. Dies seien die geringste Arbeitslosenzahl und Arbeitslosenquote seit 1991, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz am Montag mit. Das bisherige Rekordtief lag bei 112 000 Arbeitslosen und einer Quote von 5,3 Prozent im Juni dieses Jahres.

Im Vergleich zum Vormonat waren im September rund 4500 Menschen weniger ohne Arbeit. Die Quote sank um 0,2 Prozentpunkte. Grund für die positive Entwicklung ist nach Angaben der Regionaldirektion die beginnende Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt. Vor Jahresfrist waren in Sachsen bei einer Quote von 5,6 Prozent 119 000 Menschen ohne Arbeit.

«Die ersten Auswirkungen der beginnenden Herbstbelebung erreichen den Arbeitsmarkt. Viele Betriebe haben wieder Bedarf und suchen Mitarbeiter», sagte Reinhilde Willems, stellvertretende Geschäftsführerin der Regionaldirektion Sachsen. Neben dem Abschluss neuer Arbeitsverträge und dem Ausbildungsbeginn habe auch der im September übliche Start von Qualifizierungs- und Vorbereitungslehrgängen zum Rückgang der Arbeitslosigkeit beigetragen.

Zwei Drittel der Arbeitslosen (66,9 Prozent) sind laut Statistik länger als ein Jahr ohne feste Anstellung und beziehen Hartz IV. Zwar gebe es laut Regionaldirektion mehr als 39 000 freie Stellen in Sachsen. Die meisten Unternehmen würden jedoch Fachkräfte suchen. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter würden daher in die Qualifikation investieren. Zudem könnten Firmen bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten erstattet bekommen, wenn sie ungelernte Mitarbeiter zur Fachkraft entwickelten.

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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    Echo1
    30.09.2019

    Ein paar Artikel weiter, die Antwort für den niedrigen Arbeitslosenstand:

    Fast ein Drittel der im Vogtlandkreis lebenden Menschen ist Ende 2018 65 Jahre oder älter gewesen. Damit wies die Region im Südwesten von Sachsen den größten Anteil an älteren Menschen im Freistaat auf, wie das Statistische Landesamt am Montag in Kamenz anlässlich des internationalen Tages der älteren Menschen mitteilte. Landesweit war jeder vierte Sachse

  • 3
    4
    Interessierte
    30.09.2019

    Die letzten Sachsen aus der ehemaligen Industrie welche Ü 30 waren , welche sich über 30 Jahre mit Leiharbeit und Billiglohn und teils oder letztendlich mit Arbeitslosigkeit über Wasser gehalten haben , gehen nun alle in Rente



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