Sachsen lenkt Austausch mit China im Agrarsektor

Leipziger Firma setzt sich bei Ausschreibung des Bundesministeriums durch

Leipzig.

Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Landwirtschaft wird künftig von Sachsen aus koordiniert. Die Firma IAK Agrar Consulting GmbH (IAK) aus Leipzig war bei einer Ausschreibung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft erfolgreich. Im Rahmen dieses Auftrages wird IAK gemeinsam mit ihrem Partner, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) aus Halle insbesondere den Austausch von Entscheidungsträgern, Wissenschaftlern und Praktikern aus China und Deutschland zu landwirtschaftlichen Fragen organisieren.

Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt begrüßte die Entscheidung: "Wegen des wachsenden Wohlstandes und aufgrund begrenzter eigener Ressourcen, insbesondere in Bezug auf Ackerflächen sowie auf Wasser, wird China auch künftig in sehr großem Umfang auf den Import hochwertiger Lebensmittel angewiesen bleiben. Die Chancen in diesem riesigen Markt bleiben also für deutsche und sächsische Unternehmen der Ernährungsbranche erhalten." China ist weltgrößter Importeur von Lebensmitteln.

Die chinesische Regierung bemüht sich jedoch, die Eigenerzeugung zu stärken. In die Landwirtschaft wird dazu in großem Umfang investiert. Der Rückstand im Vergleich zu den großen Lebensmittel produzierenden Ländern der Welt ist jedoch nach wie vor sehr groß. Die chinesische Landwirtschaft ist sehr kleinteilig strukturiert, sie umfasst 200 Millionen Betriebe - und damit jeden dritten landwirtschaftlichen Betrieb der Welt. Durch Abwanderung in die Städte wird die Zahl der Betriebe stark schrumpfen. Ziel Chinas sind größere Betriebe, die nach modernen Standards produzieren. Der Austausch mit Deutschland soll insbesondere die Effizienzverbessern sowie zur Erhaltung der Umwelt beitragen. (fp)

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