Sachsens Autozulieferer zufrieden mit Konjunkturpaket

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Automobilzulieferer hoffen nach dem angekündigten Konjunkturpaket der Bundesregierung auf neuen Schwung für die Branche. «Wir sind positiv überrascht», sagte Dirk Vogel vom Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) am Donnerstag. Zwar sei die Kaufprämie für einen Neuwagen ausgeblieben, aber es gebe «deutliche Anreize» über die Senkung der Mehrwertsteuer. Das könnte die Nachfrage nach höherpreisigen Gütern wie Autos steigen lassen. «Gewissermaßen eine Förderung über die Hintertür», so Vogel.

Vor allem die Prämie für E-Fahrzeuge sei so hoch, dass nun auch eine gewerbliche Nutzung für viele interessant sei. Davon könnten die Autobauer und die Zulieferer in Sachsen beim Wandel zur E-Mobilität profitieren. Das Problem seien im Moment eher die langen Wartezeiten von bis zu einem Jahr - etwa beim in Zwickau hergestellten ID.3 von Volkswagen. Nun steige der Druck auf die Hersteller, dass die E-Fahrzeuge auf den Markt kommen, so Vogel.

Zuvor hatte sich Vogel bei «MDR Aktuell» überzeugt gezeigt, dass ein Großteil der Auto-Zulieferer die Krise überstehen werde: «Wir bekommen hier einen Schub in die Transformation.»

Das Konjunkturpaket der großen Koalition soll für die Jahre 2020 und 2021 einen Umfang von 130 Milliarden Euro haben. Unter anderem wird die Mehrwertsteuer vorübergehend von 19 auf 16, beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent gesenkt, zudem wird die Kaufprämie für Elektroautos auf 6000 Euro verdoppelt.

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