Sachsens Elektro- und Metallbranche schafft Jobs

Anzahl der Beschäftigten seit 2008 um 33.000 auf 190.000 gestiegen

Chemnitz.

Im August 2018 waren in Sachsens größtem Industriezweig 190.000 Mitarbeiter beschäftigt. Damit hat sich die Anzahl der Mitarbeiter in den vergangenen zehn Jahren um 33.000 oder um 21 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm sie um 3,5 Prozent zu. Damit stieg sie stärker als bundesweit (plus 2,8 Prozent). Das teilt der Arbeitgeberverband Sachsenmetall mit. Gleichzeitig verdienten die Mitarbeiter demnach auch mehr als im August 2017. So erhöhten sich die Bruttostundenverdienste in den beiden Branchen um rund drei Prozent.

Grundlage für diesen Beschäftigungszuwachs ist die positive Entwicklung zwischen Januar und August 2018. So legte der Auftragseingang laut Sachsenmetall gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent zu. Der Umsatz erhöhte sich um 4,6 Prozent. Der Auslandsumsatz stieg dabei um 3,5 Prozent. "Die sächsische Metall- und Elektroindustrie ist ein attraktiver Arbeitgeber im Freistaat, wie der anhaltende Beschäftigungsaufbau zeigt", heißt es in einer Presseerklärung des Verbands. "Die Unternehmen stellen trotz gestiegener Auslandsrisiken neue Mitarbeiter ein."

Die sächsische Metall- und Elektroindustrie wird nach Einschätzung des Arbeitgeberverbands 2019 weiter wachsen, aber das Tempo wird sich verlangsamen. "Auch für die kommenden Monate sind die Produktions- und Personalpläne weiter aufwärtsgerichtet." Allerdings hätten im Oktober weniger Unternehmen eine steigende Nachfrage als im Vorjahresmonat gemeldet. Zudem sei die Auslastung seit Sommer leicht rückläufig. Deshalb sei mit einer Verlangsamung des Wachstums im nächsten Jahr zu rechnen. Grundsätzlich blicke die sächsische Metall- und Elektroindustrie aber weiterhin positiv in die Zukunft. Allerdings werde die Verunsicherung auf den Exportmärkten andauern, weil die Risiken weiter unkalkulierbar blieben. (juerg)

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