Sachsens Unternehmer des Jahres: "Fokus X - Bester Chancenmanager"

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Im Wettbewerb "Sachsens Unternehmer des Jahres" wird auch ein Sonderpreis ausgelobt, der dieses Jahr den Titel "Fokus X - Bester Chancenmanager" trägt. 23 sächsische Unternehmen haben sich für diesen Sonderpreis beworben. Die Jury hat unter ihnen drei Finalisten ausgemacht, die für den Preis besonders prädestiniert sind.

Wie Unterricht auch digital funktionieren kann

Die Saxony International School - Carl Hahn gGmbH (SIS) aus Glauchau (Landkreis Zwickau) hat die Coronapandemie zu einem Quantensprung beim digitalen Lernen und Lehren genutzt. Mit Hilfe von Mitteln aus dem Digitalpakt hat das Bildungsunternehmen mit mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in kürzester Zeit 2000 universell einsetzbare 2-in-1-Geräte (Laptop und Tablet) für den Unterricht angeschafft. Die neuen Geräte erfüllen alle Anforderungen an einen modernen digitalen Unterrichtsalltag.

Zusätzlich wurde das interaktive Angebot für die Unterrichtsräume mit 50 großformatigen interaktiven LED-Touchdisplays erweitert. Sie dienen als multifunktionales Mediacenter im Klassenzimmer für Videos, Grafiken oder als elektronische Tafel. Damit wurden auch die Voraussetzungen geschaffen, um in der Pandemie bestens auf Homeschooling umzuschalten. Dabei wollten die Geschäftsführerin Melissa Blankenship-Küttner und ihr Mitstreiter Rüdiger School nicht stehenbleiben. Sie arbeiten an einer schulweiten Kultur zur Integration der neuen Technologie und setzen dabei auch auf die Risikofreudigkeit ihrer Belegschaft, neue Dinge und neue Unterrichtsformen auszuprobieren. Zudem wurden Lehrerfortbildungen angeboten, um den Mehrwert der neuen Technologien für Lernende und Unterrichtende aufzuzeigen. Für die Wartung und den Service wurden neue Mitarbeiter eingestellt.

Die SIS ist im Verbund mit der GGB Gesellschaft zur ganzheitlichen Bildung gGmbH Sachsen (GGB) ein sich stetig entwickelnder Bildungsträger. Zum Schulverbund gehören 16 freie staatliche anerkannte Schulen mit einer internationalen Ausrichtung. Hinzu kommen 19 GGB-Fremdsprachenkindertagesstätten. (cul)

Wie Unternehmer sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen

Die Gemeinhardt Service GmbH aus Roßwein (Landkreis Mittelsachsen) ist ein Spezialgerüstbauer, der sich auf Hängegerüste oder auch Brückenbauten aus Gerüstteilen spezialisiert hat. Ein Geschäftsbereich beschäftigt sich mit maßgeschneiderten Lösungen im Industrieschutz. Zudem besitzt die Firma eine mobile Gerüst-Waschanlage, die auch an andere Gerüstbauer vermietet wird.

Das 2001 gegründete Unternehmen hat sich am Markt erfolgreich durchgesetzt und erzielt mit 44 Beschäftigten einen Umsatz von 4,2 Millionen Euro. Inzwischen wurden auch Niederlassungen in Frankfurt (Main) und Braunschweig aufgebaut. Die Unternehmer Dirk Eckart und Walter Stuber, die je zur Hälfte an dem Unternehmen beteiligt sind, haben sich aber auch zum Ziel gesetzt, das Unternehmertum in Sachsen zu fördern. Ihre "Mutmacher-Ratgeber" sprechen vor allem Gründern Mut zu, aus Fehlern zu lernen.

Zudem sind die beiden hervorragende Netzwerker. Als weltweit erster Gerüstbauer bekennen sich die beiden Unternehmer zur Gemeinwohl-Ökonomie. Die von einem anerkannten Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie geprüfte Gemeinwohl-Bilanz für die Gemeinhardt Service GmbH hat zu teilweise vorbildlichen Bewertungen geführt. Überprüft werden dabei 20 Themenbereiche zu gemeinwohlorientierten Aktivitäten sowie Werte im Unternehmen wie Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, Mitentscheidung, Transparenz und ökologische Nachhaltigkeit. Eckart und Stuber handeln in ihrem Unternehmen nach dem Gemeinwohl-Gedanken und versuchen durch ihre Netzwerkaktivitäten das Bewusstsein für ein alternatives Wirtschaftsmodell zu fördern, was gerade auch in der Coronakrise neue Perspektiven eröffnet. (cul)

Wie der Wandel in der Arbeitswelt neue Impulse gibt

Das Ingenieurbüro für Wasser und Boden GmbH (IWB) aus Bannewitz (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) ist ein innovatives und dynamisch wachsendes mittelständisches Familienunternehmen mit mehr als 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Unternehmen entwickelt ingenieurtechnische Lösungen in den Bereichen Wasser, Energie, Verkehr und Umwelt. Die Auftraggeber werden von der Konzeption und Beratung über die Planung und Überwachung der Ausführung bis zur Inbetriebnahme ganzheitlich begleitet. +

IWB ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen und erreicht mittlerweile einen Umsatz von rund fünf Millionen Euro. Das Krisenjahr 2020 haben die vier Gesellschafter Wolfram, Georg und Martin Kritzner sowie Dirk Zönnchen dazu genutzt, das Leitbild des Unternehmens anzupassen, um den speziellen Erfordernissen, die der Wandel der Arbeitswelt mit sich bringt, mit neuen Strategien gerecht zu werden. Dazu zählten die Themen Digitalisierung, Umweltbewusstsein und die neuen Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens. "Wir orientieren all unsere Entscheidungen auch immer daran, welche Auswirkungen sie auf unsere Mitarbeiter und ihre Familien haben", schrieb die IWB-Geschäftsführung in ihrer Bewerbung.

Vorbildlich ist das Unternehmen zudem bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Von der Agentur für Arbeit Pirna wurde IWB dafür als erstes Unternehmen im Landkreis mit einem Inklusionszertifikat ausgezeichnet. Viel Wert wird in dem Ingenieurbüro auch auf Weiterbildung gelegt. Im Schnitt hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit für zwei Weiterbildungen im Jahr, bei denen auch individuelle Wünsche zur Fortbildung berücksichtigt werden. (cul)

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