Sensoren für Autos als Chance für Zulieferer

Automatisierung verspricht Wachstum - E-Mobilität führt zu Verschiebungen

Zwickau.

Der Umbau des VW-Werkes in Zwickau zur Fertigungsstätte für Elektroautos beschäftigt die Zulieferer in der Region. In der Folge wird dies auch zu Verschiebungen in der Branche führen. Davon geht Dirk Vogel, Projektmanager des Branchennetzwerks AMZ Sachsen aus. Er rechne aber nicht mit einer stark steigenden Arbeitslosenquote. Es werde sicher Zulieferer geben, die leer ausgehen. Es sei aber auch davon auszugehen, dass in der Branche Mitarbeiter weiter gesucht werden, sagte Vogel in Zwickau. Er verwies in dem Zusammenhang auch auf eine aktuelle Studie des Chemnitz Automotive Institute über die Zukunftsfähigkeit der Zulieferindustrie in Thüringen. Ergebnis: Dem Land stehe keine "grundlegende Disruption" bevor. Es werde aber nicht jedes Produkt, nicht jeder Job und Firmenstandort den Strukturwandel überstehen, heißt es darin. So könnten bis 2030 mit der Entstehung neuer Märkte, Produkte und Prozesse bis zu 5000 zusätzliche Jobs entstehen. Dem stehen mögliche Arbeitsplatzrisiken von knapp 4000 Jobs gegenüber.

Als große Chance für die Branche sieht der Experte den Trend zu einer höheren Automatisierung von Fahrfunktionen. Hier sei man in Sachsen gut aufgestellt. Und der Markt werde über die nächsten Jahre hinweg wachsen in Europa. Dabei gehe es nicht um das automatisierte Fahren, sondern um Zusatzfunktionen, die mittels Sensoren und Elektronik das Auto sicherer machen, so Vogel.

Um die Zukunftsthemen und ihre Auswirkungen für Zulieferer in der Region geht es auch auf dem von der Industrie- und Handelskammer (IHK) ausgerichteten Jahreskongress der Automobilindustrie am 23./24. Oktober in Zwickau. Der Kongress ist laut IHK-Referatsleiter Michael Stopp die zweitgrößte Veranstaltung der Branche bundesweit.

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