Textilfirmen werben bei Politik für öffentliche Aufträge

Treuen (dpa/sn) - Die sächsische Textil- und Bekleidungsindustrie wirbt dafür, dass Behörden und Institutionen als Konsequenz aus der Corona-Pandemie verstärkt auf einheimische und wiederverwendbare Produkte bauen. Dazu treffen sich Vertreter mehrerer Unternehmen heute im vogtländischen Treuen mit dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, dem CDU-Politiker Marco Wanderwitz. Laut dem Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie fehlten trotz bestehenden Bedarfs noch immer Aufträge aus dem Gesundheitswesen und aus öffentlichen Stellen.

Nach Angaben des Unternehmerverbandes haben jüngst sechs Firmen aus Sachsen zwei Kooperationen initiiert, um viren- und bakterienabweisende Mehrweg-Schutztextilien für Klinik, Pflege oder den Katastrophenschutz herzustellen. Die mittelständischen Unternehmen hätten binnen kürzester Frist auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie reagiert und neben Mund-Nasen-Masken hoch wirksame Schutzprodukte entwickelt, so der Verband. In seinem Bereich würden sich bereits seit mehreren Jahren rund 30 heimische Firmen und Institutionen im Netzwerk «health.textil» engagieren.

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