Verschärfte Coronaregeln: In Sachsen droht Ladensterben

Viele Innenstadthändler im Freistaat stehen vor der Pleite. Die neuen Coronabeschlüsse erschweren die Lage noch.

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2727 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 16
    9
    ralf66
    28.11.2020

    @StafanKeil, nehmen Sie's mir nicht übel so einseitig wie Ihr Kommentar ist, dieses weglassen von Fakten die jahrelang der Grund sind, dass die kleinen Geschäfte nicht laufen grenzt an Ignoranz.
    Ich weiß nicht ob Sie schon mal in Deutschland dort waren wo man von Tourismus sprechen kann, wo sehr viele Menschen das ganze Jahr über gut daran verdienen und davon richtig gut leben können. Dieses sich beklagen der Händler über die Maßnahmen lässt zwei Fragen entstehen: 1. entweder die Händler lamentieren auf hohen Niveau nach der Nimmersattmethode, 2. die Händler arbeiten schon viele Jahre so, dass nichts über bleibt, Notsituationen nicht überbrückt werden können und das hat leider andere Gründe und hat nichts mit Corona zu tun.

  • 12
    7
    Bautzemann
    28.11.2020

    Was erleben wir gerade in der Gesellschaft? Krieg? Heißt es nicht " Konjunktur--> Krise--> Krieg? Freuen wir uns auf die neue Konjunktur.

  • 26
    9
    diewildenfelserin
    28.11.2020

    @MuellerF: Ich halte mich ja gerne gerade in kleineren Läden stundenlang auf, und auch in Supermärkten gefällt es mir, mit Maske zu flanieren. Sorry, für meinen Sarkasmus. Und wenn es erwiesen ist, dass in Innenräumen das Ansteckungsrisiko steigt, wieso kommt man auf die glorreiche Idee, Maskenpflicht auf Parkplätzen einzuführen? Nein, sie wissen nicht, was sie tun, finde ich jedenfalls.

  • 15
    19
    MuellerF
    28.11.2020

    @diewildenfelserin: Das mag daran liegen, dass es keine konsequente Kontaktnachverfolgung für Ladenkunden & - mitarbeiter gibt.
    Nach allem, was man bisher weiß, steigt das Ansteckungsrisiko aber bei längerem Aufenthalt in Innenräumen mit mehreren Personen - da ist es völlig egal, ob das nun ein Laden, ein Klassenzimmer oder eine Gaststube ist.

  • 29
    12
    diewildenfelserin
    27.11.2020

    @MuellerF: Ich habe noch nicht gehört, dass ein "Laden" zum Hotspot geworden ist.

  • 34
    21
    StefanKeil
    27.11.2020

    Sachsen will ja die Bestimmungen verschärfen..ab Montag mit Ausgangssperren.Da wird der Handel nicht mehr über qm jammern müssen..da wird in Sachsen wie im Frühjahr alles geschlossen,als einziges Bundesland übrigens.Da bleibt vom Einzelhandel in Sachsen nichts mehr übrig.Jetzt schon im Überlebenskampf und dann Weihnachtsgeschäft Null.Wahnsinn.Hier bricht alles weg.Tourismus tot und verboten...Industrie Kurzarbeit...haben die Politiker die Hubschrauber schon geordert um sich abzusetzen?

  • 20
    8
    BuboBubo
    27.11.2020

    @lax123: "Service vom Feinsten."

    Nun ja.

    Ich kaufe nicht allzu häufig Kühlschränke. Aber für diesen einen habe ich mich natürlich auch bei Amazon umgesehen und die Kundenbewertungen durchgelesen, so viel Umsicht dürfen Sie mir schon zutrauen. Und dort wurden interessante Stories für den Fall einer Reklamation zum Besten gegeben...

    Jetzt stelle ich mir noch dazu vor, ich wäre nicht allzu geübt im Handelsrecht, im Umgang mit der Tastatur und beim Treppensteigen, vielleicht sogar alleinlebend und fern der Hilfe meiner Enkel. Meinen Sie wirklich, Amazon würde das in irgendeiner Form kümmern? Da hätte ich bei einem guten lokalen Händler mehr Zuversicht.

  • 23
    8
    ralf66
    27.11.2020

    Ich möchte dem Herrn Glaser gerne glauben aber es gelingt mir nicht besonders gut, denn die Diskussion wegen der bedrohten Existenz der Innenstadtläden jetzt zu führen obwohl die Kacke schon lange Jahre am Dampfen ist sieht auf den ersten Blick so aus, als wenn nur die Coronamaßnahmen für diese missliche Lage verantwortlich wären?
    Wer den Innenstadthandel kennt müsste wissen, dass dort gerne mal die Räumlichkeiten den Pächter oder halt den Händler wechseln oder am Ende ganz leer stehen, der Umsatz gerade so ist um die Kosten zu decken und vielleicht noch für den eigenen Unterhalt zu sorgen, ich könnte mir aber durchaus noch schlimmere Zustände vorstellen, wo Tag ein Tag aus von der Hand in den Mund gelebt wurde?
    Überrannt sind die Innenstadtläden maximal dann, wenn wieder ein Räumungsverkauf mit niedrigen Preisen wegen Geschäftsauflösung ansteht. Internethandel, Supermärkte, Klamotten-Discounter, dass sind die wahren Kaputtmacher des Innenstadthandels und das schon sehr lange.

  • 32
    7
    Chiemsee
    27.11.2020

    @lax123: Was heißt "pampige Kassiererin"? Die Verkäuferinnen haben auch ein Recht ordentlich behandelt zu werden. Muss ich meine schlechte Laune an ihnen auslassen nur weil sie sich nicht wehren können/dürfen. Muss mich da auch manchmal zurücknehmen wenn ich nach einem stressigen Arbeitstag einkaufen gehe. Die können ja nix für meine Probleme. Und Endlosdiskussionen mit Maskenverweigerern bzw. deren aggressives Auftreten sind bestimmt auch nervig.

  • 10
    27
    lax123
    27.11.2020

    @bubobubo sie haben noch nie einen Kühlschrank bei amazon gekauft? Service vom Feinsten. Transport bis an Aufstellort, Anschluss und Entsorgung der Verpackung. Und einfacher Umtausch im Garantierfall.
    Vergessen wir den lokalen Einzelhandel. Das können die nicht so gut, preisgünstig und schnell.

  • 16
    24
    mops0106
    27.11.2020

    Es gibt viele kranke/ schwerbeschädigte Menschen (jüngere und ältere), die den MSN nicht tragen können. Viele versuchen ihn sogar manchmal zu tragen, obwohl sie es nicht können, um nicht angepöbelt zu werden. Aber es gibt Stunden, Tage, da kann ich es z.B. nicht. Gerade diese Woche habe ich wieder Schlimmes erlebt im ÖPNV.
    Die weitere für mich planmäßige Umverteilung von unten nach oben läuft leider. Ich denke auch, dass viele kleine Einzelhändler das nicht durchhalten werden und gerade die machen das Flair einer Innenstadt aus. Die Einzelhändler geben sich aus meiner Sicht viel Mühe, die Regelungen umsetzen. Viele Leute gehen entweder aus Angst nicht einkaufen oder weil sie nicht mit diesem MNS rumlaufen wollen und/oder schlecht können. Was geht, hole ich lieber stationär statt online. Bekleidung z.B. kann ich anprobieren; gleich sehen, ob sie mir passt/ steht. Aber solange ich das Teil tragen muss, bin ich noch weniger der Einkaufstyp als sonst schon.

  • 24
    14
    MuellerF
    27.11.2020

    "Warum ist es denn vielen Ladenbesitzern egal? Vielleicht weil sie für ihren Umsatz sorgen müssen?"

    Wenn die Belegschaft in Quarantäne muss oder der Besitzer für Verstöße saftige Strafen zahlt, ist der Umsatz auch futsch....

  • 38
    19
    neuhier
    27.11.2020

    @Freigeist14: Wenn alle Menschen in Sachsen so "übersensibel" wie GPZ wären, hätten wir auch keine Inzidenz von 200 landesweit und über 300 in vielen Regionen, volle Intensivstationen und (bald) leere Pflegeheime, weil die Insassen wegsterben. Aber leider sind hier eben viele Leute eher "untersensibel".

  • 34
    18
    MuellerF
    27.11.2020

    " die Ladeninhaber sind nicht für Ihre Übersensibilität zuständig . "

    ..aber für die Einhaltung der Pandemie-Regeln in ihrem Geschäft!

  • 39
    8
    fraumoe
    27.11.2020

    Wenn Lokalpolitiker wie Leipzigs OB Jung dem stationären Handel bzw. dem Innenstadthandel helfen wollen, dann wüsste ich da zumindest den ersten Punkt: Parkgebühren abschaffen. Als Familie mit Kindern, die zum Auswählen von mehreren Kleidungsstücken, Schuhen, Spielwaren etc. einfach viel Zeit braucht, kommen in der Innenstadt schnell 10 bis 15 Euro an Parkgebühren hinzu. Da überlegt man dann schon, dass es online nicht nur billiger, sondern auch stressfreier und zeitsparender ist.

  • 27
    5
    BuboBubo
    27.11.2020

    Man soll den stationären Handel nicht unterschätzen – auch bei Standardartikeln hat er Vorteile, wenn er richtig geführt wird. Beispiel Kühlschrankkauf: Wegen Platznot kommt nur eine Marke in Frage (selbstredend make in PRC, wie alle anderen auch). Trotz höherem Preis im Elektroladen gekauft. Das erste Teil hatte nach dem Auspacken eine Beule – die Lieferanten haben es gleich wieder mitgenommen (enges Treppenhaus, 3. OG). Das zweite Exemplar kühlte nicht richtig – Abholung und Umtausch durch den Laden. Die dritte Lieferung funktioniert nun zur Zufriedenheit.

    Man stelle sich das Procedere bei Amazon & Co. vor…

    Den Laden gibt es übrigens schon lange, er hat einen guten Ruf in der Stadt und nach Aussage des Verkäufers auch in Coronazeiten eher Lieferprobleme als zu wenig Kundschaft.

  • 32
    22
    Deluxe
    27.11.2020

    "...keinerlei Mehrwert mehr im stationären Einzelhandel. Online ist bequem, meist preisgünstiger und WESENTLICH zeitsparender. Kein Gedränge, keine Typen ohne Maske, keine pampige Kassiererin."

    Genau das ist der springende Punkt.

    Und was die Umweltbilanz des Onlinehandels betrifft:
    Was ist besser: Mit dem Auto -zig Kilometer ins Einkaufszentrum oder die nächste größere Stadt zu fahren oder ein Paket mehr in ein Zustellfahrzeug laden, das sowieso unterwegs ist? Insbesondere aus Sicht der Landbevölkerung dürfte die Onlinebestellung nicht nur Nerven, Zeit und Geld, sondern auch die Umwelt schonen.

    Der Einzelhandel weiß seit 20 Jahren, daß es das Internet gibt und es war genug Zeit, sich darauf einzustellen und selbst als 2. Standbein Onlinehandel zu betreiben. Das Gejammer des Einzelhandels ist oft auf eigenes Versagen zurückzuführen. Von Service und Freundlichkeit ganz zu schweigen. Der klassische nonfood-Einzelhandel ist und bleibt ein Auslaufmodell.

  • 27
    20
    diewildenfelserin
    27.11.2020

    Warum ist es denn vielen Ladenbesitzern egal? Vielleicht weil sie für ihren Umsatz sorgen müssen? Einen Arbeitnehmer geht es am Allerwertesten vorbei, von Beamten ganz zu schweigen, ob der Ladenbesitzer Umsatz macht oder nicht. Mir als Kunden müsste ein Fuss fehlen, mein Brot online zu kaufen nur weil jemand ohne Maske an mir vorbei läuft.

  • 27
    34
    Freigeist14
    27.11.2020

    GPZ@ die Ladeninhaber sind nicht für Ihre Übersensibilität zuständig . Diese sind nämlich auch mit anderen Sorgen vollkommen ausgelastet und heißen gern fröhliche Kunden willkommen .

  • 73
    30
    GPZ
    27.11.2020

    Mich stört, dass es vielen Ladenbesitzern egal ist, wie Leute sich benehmen bzw. teilweise sie selbst die Corona-Regeln nur minimal einhalten. Dann muss man sich nicht beschweren, wenn niemand kommt. Mag nicht überall so sein, nur wenn ein Bäcker z.B. ein Schild da hat - nur 2 Personen in Laden und, wenn ich allein drin war, dann noch 2 Pärchen reinkommen und dann noch an Theke ohne Abstand zu mir auf- und ablaufen oder in anderem Fall der 2. Kunde ohne MNS zu nahe rückt und das Personal nichts sagt - dann kaufe ich sogar mein Brot aktuell online. Ich finde Online-Shopping NICHT bequem, da man Klingeln nicht überhören darf. Aber so.. was soll‘s. An der Tankstelle, wo ich vor dem Shop gewartet habe, da Kunde ohne MNS drin herumspazierte, wurde mir erklärt, dass der Chef verboten hätte, dass etwas dagegen gesagt wird. Zum Glück hat Chemnitz ja jetzt eine Tankstelle mit Bezahl-Terminal an der Zapfsäule - nun gehe ich dahin. Optiker: Keiner der 3 Kunden trug MNS - nur ich. Was soll das?

  • 32
    40
    Freigeist14
    27.11.2020

    Die Kanzlerin salbadert ...ääh appelliert doch gerade an die Solidarität . So wäre es nur konsequent ,die Nutznießer des Onlinehandel , die nicht wissen wohin mit den neuen Milliarden-Überschüssen , zu einer Solidarabgabe zu ZWINGEN . Ansonsten : Lockdown für Bezos& Co .

  • 40
    6
    872889
    27.11.2020

    Man muss doch nur mal mit offenen Augen durch die Städte und Gemeinden ziehen, @Tauchsieder, dazu noch die aktuelle Pandemieentwicklung betrachten.

    Gerade die überfüllten Supermärkte verzeichnen coronabedingt ein erhebliches Umsatzplus und das nicht nur wegen Klopapier und Nudeln.

    Ja, dem Handel geht’s schlecht - aber das nicht erst, seitdem der Virus unterwegs ist. Wer möchte, kann und sollte diesen auch unterstützen. Wo sind und waren diejenigen, die zum Beispiel (vorerst erfolgreich) für den Erhalt eines großen Warenhauses in der Stadt demonstriert haben? Dieses wie auch zahlreiche Geschäfte in der City haben in der Regel keine Probleme, die zulässige Kundenkapazität aufzunehmen. Diese Möglichkeit sollte jede/r nutzen, dem tatsächlich was am örtlichen Handel liegt und nicht nur mit der Maus im Netz klicken.

  • 54
    24
    lax123
    27.11.2020

    Es gibt außer bei Passformartikeln keinerlei Mehrwert mehr im stationären Einzelhandel. Online ist bequem, meist preisgünstiger und WESENTLICH zeitsparender. Kein Gedränge, keine Typen ohne Maske, keine pampige Kassiererin.

    Ich konnte noch nie nachvollziehen wie man gern in Einkaufszentren fahren kann zum "Shoppen". Hektik, Gedränge, überteuertes Essen/Getränke, nein danke.
    Endloser Konsum.

    Der Todesstoß für den Einzelhandel wird durch Corona beschleunigt. Ausgelöst hat Corona das aber nicht.

  • 54
    12
    BuboBubo
    27.11.2020

    Onlinehandel per se ist nicht das Problem (abgesehen von der fragwürdigen Umweltbilanz). Das Problem ist die Monopolisierung bei gleichzeitiger Steuerfreiheit in Deutschland.
    Thalia z. B. bietet auch Onlinehandel, aber mit der Möglichkeit der Abholung im Laden an. Damit hat Amazon bei mir in diesem Geschäftsfeld verloren.

    Grundsätzlich steht ohnehin in Frage, ob Massenkonsum das Alleinseligmachende ist.

  • 29
    42
    Tauchsieder
    27.11.2020

    Ein untauglicher Versuch die Regierungsbeschlüsse zu rechtfertigen, vom eigentlichen Verursacher abzulenken "872...". Mit einer solchen Meinung würde man sie in Berlin mit offenen Armen empfangen.
    Erklären sie dies doch bitte schön einem Ladenbesitzer, der Ende des Jahres Insolvenz anmelden muss. Ziehen sie sich vorher aber warm an.

  • 27
    66
    nnamhelyor
    27.11.2020

    Worüber beschwert ihr euch? Dient doch alles dem Schutz der Bevölkerung. Es ist wichtig zu verhindern dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Wir kaufen nur noch online und lassen bequem nach hause liefern. Das ist sicher!

  • 74
    38
    872889
    27.11.2020

    Die Pandemie beschleunigt das Ladensterben eher, als dass sie es verursacht. Eingesetzt hat dieses viel früher.

    Und ja, neue strengere Regeln dürften leider aktuell nicht zuletzt aufgrund des Verhaltens einer nicht unbeachtlichen Anzahl von Leuten dringend erforderlich sein. Rücksichtsloses rumgeschubse von Kunden (teilweise auch ohne Maske bzw. nur mit teilweiser Bedeckung) insbesondere in am Wochenende überfüllten Supermärkten muss dringend unterbunden werden.