Warnstreiks bei Geldtransporter-Fahrern

Leipzig (dpa) - In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich am Mittwoch rund 110 Beschäftigte aus der Geld- und Wert-Branche an einem Warnstreik beteiligt. Insgesamt werden drei Unternehmen bestreikt, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi mitteilte. Die Streikenden versammeln sich ab 10.30 Uhr in Leipzig zu einer zentralen Kundgebung.

«In Halberstadt werden Geldautomaten nicht mit Bargeld bestückt», sagt Verdi-Sprecherin Christel Tempel über die direkten Auswirkungen des Streiks. Auch in Erfurt sind Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken betroffen. Bisher verlaufe der Streik erfolgreich, so Tempel, kaum ein Geldtransporter verlasse am Mittwochmorgen einen der drei bestreikten Betriebe. Inwiefern sich der Streik auf Einzelhandel und Banken auswirkt, könne aber noch nicht gesagt werden.

Mit bundesweiten Warnstreiks will Verdi den Druck in der laufenden Tarifrunde erhöhen. Für die 12 000 Beschäftigten der Geld- und Wert-Branche fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat. Die Gehälter in den neuen Bundesländern sollen zudem bei einer Laufzeit von zwei Jahren angeglichen werden. Laut Verdi verdienen Geldzähler und Geldtransporterfahrer im Osten derzeit zwischen 1800 bis 2400 Euro brutto pro Monat. Im Westen sind es zwischen 2200 bis 2900 Euro.

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