Wegen Corona: Sparkassen werden von Kunden mit Geld geflutet

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank führt zu sinkenden Erträgen bei den Kreditinstituten. Das könnte auch für die Kunden Folgen haben.

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1212 Kommentare
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  • 1
    0
    Hankman
    17.02.2021

    @macxs: Danke für die Erläuterung.

  • 3
    0
    macxs
    17.02.2021

    @Hankman
    Bei größeren Summen werden die Zinsen niedriger. Du bekommst Kredite für bspw. Hauskauf für unter 1%.
    Bei kleineren Krediten ist aber der Aufwand für Beratung, Prüfung und Bearbeitung verhältnismäßig höher. Deren Kosten können mit 1% nicht mehr erwirtschaftet werden. Die Mitarbeiter müssen schließlich bezahlt werden. Kleinkredite, die Du online abschließen kannst und die nahezu vollautomatisch geprüft werden, bekommst Du ebenfalls günstiger.

  • 4
    3
    besorgterBürger
    17.02.2021

    Die Frage bleibt natürlich, ob das Investitionskredite an die Unternehmen sind oder nicht vielmehr politisch motivierte Überbrückungshilfen zur Überwindung dieser unsäglichen, unverhältnismäßigen und nicht zielführenden Lockdownpolitik.

  • 8
    1
    Hankman
    17.02.2021

    Komische Zeiten. Ich erinnere mich noch an Sparkonten mit zwölf Prozent Zinsen Anfang der 1990er-Jahre. (Kein Witz!) Seit eh und je werben die Banken fürs Sparen. Die Kunden sollten möglichst viel von ihrem Geld zur Bank tragen. Heute werden sie plötzlich dafür kritisiert.

    Als interessierter Laie frage ich mich aber auch, warum die Sparkassen bei der EZB Negativzinsen zahlen müssen, nur weil wir Kunden das Geld bei ihnen einzahlen. Kriege ich nicht auf die Reihe. Es gäbe sicher auch mehr Möglichkeiten für die Sparkassen, mit dem Geld ihrer Kunden zu arbeiten. Wie wäre es mal mit günstigen Privatkrediten? Wenn ich bei meiner Sparkasse so einen Kredit haben wollte, müsste ich derzeit einen effektiven Jahreszins von mindestens 3,76 Prozent zahlen. Für einen Autokredit sind es mindestens 2,99 Prozent. Also wenn man wirklich solchen Leidensdruck hat, weil die Kunden ihre Konten füllen, sollte man vielleicht mal über niedrigere Kreditzinsen nachdenken. Nur mal so als Idee.

  • 1
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    macxs
    17.02.2021

    @BuboBubo
    Danke für den Link! Leider erklärt der Artikel nur, wie das System mit der EZB funktioniert. Er erklärt nicht, warum die Bank das Giralgeld nicht bei sich lassen kann sondern trotzdem zu -0,4% anlegt.
    "Einen Teil davon müssen sie [die Banken] als Mindestreserve derzeit zinsfrei bei der EZB anlegen. Für Überschussreserven, die darüber hinausreichen, wird der Einlagesatz fällig."
    Der Einlagensatz sind besagte -0,4%. Das führt mich also wieder zum ersten Kommentar: warum zur Hölle machen die Banken das und lassen die Kohle nicht auf ihren eigenen Servern liegen? Oder lügen sie uns ins Gesicht und jammern, es gäbe Negativzinsen, die aber in Wahrheit niemand wirklich zahlen muss?

  • 13
    2
    SHN
    17.02.2021

    Hallo zusammen sind wir stark aber die Sparkassenkunden werden immer mehr belastet
    Steckt doch alles an Geldanlagen in Alternativen damit auch wenigsten etwas für die Sparkassenkunden vom Kuchen übrig bleibt.
    Die EZB ist nicht mehr zu begreifen mit ihrer Finanzpolitik! !!
    Danke und bleibt gesund!

  • 10
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    MuellerF
    17.02.2021

    "Eine zweite Möglichkeit wäre es für Banken, das Geld auf dem Zentralbankkonto zu Bargeld zu machen und in eigenen Tresoren zu horten.[...] Vor allem im Sparkassensektor gibt es entsprechende Überlegungen."

    @Bubo: Zitat oben ist aus dem Merkur-Artikel.

    Da frage ich mich, warum die Sparkasse erst kürzlich die Gebühren für Münzgeldeinzahlungen massiv (!) angehoben haben, wenn das so ist, wie der Artikel vermeldet. Begründet wurde das ja mit Lagerkosten für Bargeld.

    Eine Lösung für private Kunden, die nur ein Girokonto & nicht gleichzeitig Kredite laufen haben, konnte ich dem Artikel allerdings nicht entnehmen.

  • 15
    4
    ShadowLight
    17.02.2021

    Wer Gebühren erhöht , der läuft Gefahr Kunden zu verlieren!

  • 10
    3
    BuboBubo
    17.02.2021

    Hier wird erklärt, warum Banken Geld bei der EZB "parken" und welche Alternativen es dazu gibt:
    https://www.merkur.de/wirtschaft/ezb-warum-banken-strafzins-zahlen-6709249.html

    Das Kundenkonto ist keine solche Alternative.

  • 23
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    MuellerF
    17.02.2021

    "...Summe, die von den Sparkassen von 2017 bis 2020 für die Unterstützung von Kultur, Sport, Sozialem und Bildung ausgegeben wurde"

    So traurig es ist, aber vllt. sollte man dann diese Förderungen einstellen und sich aufs Kerngeschäft für die Kunden konzentrieren, statt diese mit immer neuen Gebühren zu melken und Standorte zu schließen?
    Die Förderungen sind für die Banken ja auch noch steuerlich absetzbar, für die Kunden aber letztendlich ein Minusgeschäft.
    Ein fairer Deal sieht anders aus!

  • 14
    1
    macxs
    17.02.2021

    @nevidimka
    Wenn es so einfach wäre, gäbe es ja kein Problem.
    Mich würde das sehr interessieren. Gibt es jemanden, der sich auskennt?
    Offenbar ist es schlecht, wenn Banken überschüssige Liquidität in den Büchern haben und schieben das dann trotzdem zur EZB (Einlagenfaszilität). Aber warum bei Negativzinsen? Weil wir das immer schon so gemacht haben? *kopfkratz*

  • 43
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    nevidimka
    17.02.2021

    "Die negativen Einlagenzinsen der EZB führen dazu, dass wenn Kunden Gelder auf ihre Girokonten überweisen, die Sparkassen dafür Negativzinsen bei der EZB zahlen müssen." Es liegt an den Sparkassen selbst, ob diese Geld bei der EZB parken und erst dann Negativzinsen bei der EZB zahlen. Das hat so direkt mit den Girokonten der Kunden wenig zu tun.