Wichtigste Lücken nach Germania-Pleite geschlossen

Dresden (dpa/sn) - Knapp drei Monate nach der Germania-Pleite sieht der Chef der Mitteldeutschen Flughafen AG die wichtigsten Lücken am Dresdner Flughafen geschlossen. «Wir freuen uns, dass wir so schnell Ersatz finden konnten», sagte Götz Ahmelmann am Donnerstag in Dresden. Germania hatte insgesamt zwar 23 Flugziele bedient, allerdings entfiel ein Großteil der Passagiere auf fünf Reiseziele - darunter Palma de Mallorca, Antalya und Hurghada. Diese könnten ab Dresden wieder angesteuert werden. Zu etwa 70 Prozent habe man den Ausfall durch Germania kompensieren können, so Ahmelmann.

So fliegt etwa die österreichische Fluggesellschaft Laudamotion vom 13. Juni an bis Oktober täglich nach Mallorca. Geschäftsführer Andreas Gruber rechnet mit rund 50 000 Passagieren in dieser Zeit. Auch im Winter soll die Ferieninsel zweimal pro Woche angeflogen werden. Gruber schloss ein weiteres Engagement in Dresden nicht aus. «Wenn die Flüge ein Erfolg sind, können wir über weitere Destinationen reden», sagte er in Dresden. Die Airline ist im Besitz der irischen Fluggesellschaft Ryanair.

Ahmelmann sieht künftig weiteres Potenzial für den Dresdner Flughafen, auch mit Blick auf die Eröffnung des Berliner Hauptstadtflughafens BER: «Wir haben eine natürliche Überlauffunktion.» In Dresden gebe es Platz und eine hervorragende Infrastruktur. «Es fahren heute viele Sachsen nach Berlin zum Flughafen, warum sollten das nicht auch andersherum funktionieren.»

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