Wie verändert ein bedingungsloses Grundeinkommen die Menschen?

Leben, ohne einer Erwerbsarbeit nachzugehen, klingt verlockend. Im Frühjahr soll die erste deutsche Langzeitstudie über die Folgen der Grundsicherung im Praxistest anlaufen.

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1111 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    0
    Dickkopf100
    18.01.2021

    Unerschöpfliches Thema. Da spricht ein Soziologe. Und mit Inbrunst nennt er auch die Grundsicherung. Nur, diese Grundsicherung hat den Namen nicht verdient. Zumal er vorher meint, dass 1200 Euro nicht viel Geld sei. Im Vergleich zur Grundsicherung drängt sich mir dann die Frage auf: Ist das Zynismus oder Blödheit? Man weiß es nicht, denn anscheinend scheint er den Betrag der Grundsicherung nicht zu kennen...

  • 8
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    saxon1965
    18.01.2021

    Leider wird über das BGE zu wenig wissenschaftlich publiziert, diskutiert und oft falsch herangegangen.
    Das BGE könnte locker entsprechend finanziert werden, weil zu den entsprechenden ersatzweise gestrichenen Sozialleistungen noch ein erheblicher Teil an Verwaltungskostenersparnis dazu käme.
    Auch schließt ein BGE Arbeit nicht aus und damit auch die Selbstverwirklichung durch Arbeit nicht, nicht die Bildung und auch nicht die Belohnung durch Leistung.
    Im Prinzip bliebe es wie jetzt auch, wer arbeiten will tut auch was für die Gesellschaft. Das diese als Arbeit anzuerkennenden Tätigkeiten dann weiter zu fächern wären stimmt allerdings.
    Da ein nicht arbeiten jedoch nicht existenziell bedrohlich wäre, würden sich die Begrifflichkeiten Arbeitgeber, -Nehmer umdrehen und es müsste dem der seine Arbeitskraft gibt, etwas angeboten werden. Somit sehe ich weder Lohndumping, noch wäre die Leistungsgesellschaft abgeschafft. Allerdings hätten mehr Menschen die Chance glücklicher zu arbeiten.

  • 0
    2
    Ich1966
    18.01.2021

    Die Alternative.
    Wie sieht es den mit einen Kompro
    mis (dazu muß man auch in der La
    ge sein) aus.

    Das man endlich die knechtende Ge
    setze vom SGBII Grundsicher. aus
    hebelt und Grundsicherungsempf. (die oft schwerbeh. sind,ich bin es) einen Freibetrag von 100 Euro beim Dazuverdienst wie bei Hartz4 zuge steht.

    Und nicht den ärmsten vom 1Euro
    an 70% in Rechn. stellt.Der VDK
    usw. plädieren seit Jahren für mehr Soziale Gerechtigkeit.

    Doch unsere Geleerten ein Soziologe
    ist ja einer stochern in einer vollkom
    men klaren Suppe rum.

    Dieses Bedinungsloses Grundeinko
    mmen kommt auch von einem and
    eren Planeten.

    Die Niederlande koppelt Ihr ,Grund
    einkommen, an die Dauer der Staats
    zugehörigkeit s.h. 50Jahre Nierländ
    er bekommen 100% oder ist das bei
    uns dann keine Chancengleichheit.

    Ich wollte mich auch bewerben für
    das Projekt nur bei der Eingabema
    ske muss man denke ich ein Einko
    mmen von +/- 1Euro angeben Ich habe keins deswegen ging es nicht.

  • 3
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    TWe
    18.01.2021

    "Meiner Meinung nach gibt es das Problem der Arbeitsplatzvernichtung so nicht."

    Ich will das dem hier zitierten Prof. mal nachsehen, da er Soziologe ist. Ein Ökonom hätte ein solches Statement nicht von sich gegeben. Natürlich ist es so, dass durch den Strukturwandel an einer Stelle Arbeitsplätze entfallen und an anderer Stelle neu entstehen. Die spannende Frage lautet dabei jedoch, wie lange die Menschen benötigen (dauert teilw. mehrere Generationen), um sich darauf einzustellen.

    Unabhängig davon denke ich, dass eine solche Studie auch Erkenntnisse dahingehend bringen kann, mit wieviel Bürokratie der Staat Sozialleistungen auszahlt. Die Hartz IV-Leistungen sind stark reglementiert. Dies zieht einen immensen Verwaltungsaufwand nach sich. Es ist m. E. durchaus denkbar, bestimmte Teile (nicht zwangsläufig alles) der Sozialleistungen künftig eher pauschal auszuzahlen, weil der Staat damit stärker auf Eigenverantwortung setzt und dadurch im Gegenzug Verwaltungsaufwand spart.

  • 6
    2
    Malleo
    18.01.2021

    Der Hochschätzung der vita contemplativa, wurde schon immer eine vita activa entgegengesetzt.
    Geht der Arbeitsgesellschaft wirklich die Arbeit aus, was Innovationsschüben geschuldet sein soll?
    Menschliche Arbeitskraft- ein Auslaufmodell?
    Der von allen Existenznöten befreite Bürger bewegt sich in einer heilen Arbeitswelt, ohne Stress um Kündigungsschutz und Lohnfortzahlung bei Krankheit.
    Die menschliche Arbeit ist Quelle aller Wertschöpfung und man erkennt immer erst den Wegfall an Arbeit und unterschätzt in der Regel das notwendig Neue.
    Finanzierungsvorschläge- Fehlanzeige!
    Wie halten es die Befürworter zudem mit Schule, Ausbildung und Studium, wenn das anstrengungslose Glück winkt?
    Wer arbeitet ist ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft, er gehört dazu und hat einen Anspruch auf wirtschaftliche Beteiligung.
    Deshalb hat es sehr viel mit Menschenwürde zu tun, wenn man sagt:
    „Gebrauche deine Kraft, man lebt nur, wenn man schafft.“(Freiherr von Feuchtersleben)

  • 6
    2
    Jemand
    18.01.2021

    Ich denke, man sollte den Druck wegnehmen, prekäre Arbeitsplätze annehmen zu müsse, indem diesbezügliche Sanktionen wegfallen - damit wäre viel getan.

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    MuellerF
    18.01.2021

    " Hinter jeder App-Aktualisierung auf dem Handy steht ein großes Arbeitsvolumen, das auch Jobs benötigt, die von Menschen ausgeführt werden. Der Mensch wird weiter gebraucht."

    Das stimmt zwar prinzipiell, ist allerdings viel zu pauschalisierend, denn nur die wenigsten Arbeitnehmer, deren Job von Automatisierung oder Digitalisierung "gefressen" wird, werden danach als App-Programmierer arbeiten (können).
    Oder generell mal "einsfixdrei" einen komplett neuen Beruf ergreifen.
    Anders gesagt, nicht jeder ist für die verbleibenden oder auch neu entstehenden Jobs ausreichend qualifiziert.

  • 8
    3
    lax123
    18.01.2021

    @redaktion "auf die Coach legen" - nanana, das führt zu weit ;)

  • 21
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    Freigeist14
    18.01.2021

    Es ist mir schleierhaft ,warum der Herr Professor die Arbeitsplatzvernichtung leugnet .Die Digitalisierung der hat allein in der Druckindustrie Zehntausende Arbeitsplätze - keine Jobs - überflüssig gemacht . Und es geht weiter in der Automobil-Industrie . Mit dem Grundeinkommen kann sich die Wirtschaft aus der Verantwortung stehlen . Wenn nun auch in der Schulbildung die Digitalisierung als Allheilmittel gesehen wird kann man auch bald den Pädagogen in Frage stellen . KI kann das doch viel besser .

  • 20
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    Stonep
    18.01.2021

    Mit der Einführung des BGE würde der Staat sich aus seiner Verantwortung gegenüber einzelnen Bürgern zurückziehen. Mit der Auszahlung des Geldes müssten die Personen, die zum jetzigen Zeitpunkt durch den Staat betreut werden, alles alleine regeln. Sich um Kranken und Pflegeversicherung kümmern und um die Wohnung. Leider ist es doch so, dass nicht alle Menschen den Anforderungen des Lebens gerecht werden. Mit der Grundrente, den Sozialversicherung oder Hartz 4 Leistungen wird, davon bin ich überzeugt, den betreffenden Menschen mehr geholfen.

  • 29
    16
    buehlow72
    18.01.2021

    Für mich wird in dieser Studie die falsche Frage gestellt. Die richtige lautet: Wie soll das finanziert werden? Wenn dafür Kranken - und Pflegeversicherung abgeschafft würden, müssten die Menschen, auch Gutverdienende, Angst vor Existenzbedrohung durch evtl notwendige medizinische Behandlungen haben. Ähnlich wie in den USA.