Zahl der Arbeitspendler in Sachsen weiter gestiegen

Chemnitz (dpa/sn) - Immer mehr Sachsen fahren zum Arbeiten in ein anderes Bundesland. Laut aktuellster Statistik vom Juni 2018 pendelten rund 139 600 Menschen über Ländergrenzen hinweg zu ihrem Arbeitsplatz. Das geht aus einer von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz am Mittwoch veröffentlichten Statistik hervor.

Danach beträgt der Anstieg gegenüber dem Jahr zuvor etwa 700 Menschen und entspricht einem Plus von 0,6 Prozent. Damit verdiente jeder zwölfte Sachse seinen Lebensunterhalt außerhalb des Landes.

Mit 80 900 so genannten Auspendlern war mehr als die Hälfte der Menschen in den alten Bundesländern oder Berlin angestellt. Davon hatte Bayern mit gut 26 900 den größten Anteil. Im Gesamtranking folgten danach mit Sachsen-Anhalt (rund 24 400), Thüringen (knapp 17 000) und Brandenburg (16 100) drei ostdeutsche Bundesländer als Pendlerziele. Nummer zwei unter den alten Bundesländern ist Nordrhein-Westfalen (rund 12 400).

Weit stärker als die Zahl der Auspendler ist die Zahl der Menschen gestiegen, die nach Sachsen kommen, um zu arbeiten. Fast 127 000 kamen im Juni 2018 aus anderen Bundesländern oder dem Ausland. Dies sei ein Plus von rund 6900 oder 5,8 Prozent gegenüber 2017 und der höchste Stand seit dem Jahr 2000. «Ich freue mich, dass es immer mehr Menschen nach Sachsen zieht», sagte Klaus-Peter Hansen, Leiter der Regionaldirektion. Das Gros der so genannten Einpendler kam mit rund 35 200 Menschen aus Sachsen-Anhalt. Gut 19 600 Menschen pendelten aus dem Ausland zum Arbeiten in den Freistaat.

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