Nachwuchs-Duo zahlt Lehrgeld

Beim Beachvolleyballturnier in Lichtenstein haben es die Fortschritt-Teams nicht unter die Erstplatzierten geschafft. Dennoch überwog die Freude, überhaupt im Sand schmettern und baggern zu können.

Lichtenstein.

Nach zwei Turniertagen konnte Organisator Sascha Grieshammer auf der Beachvolleyball-Anlage an der ehemaligen Lichtensteiner Jugendherberge zufrieden sein. "Es funktioniert auch in Corona-Zeiten", lautete sein Fazit. Am Samstag traten zwölf Damenteams auf den drei Sandplätzen an, am Sonntag waren es 16 Mixed-Teams, die sich auf dem Areal verteilten. "Bei schlechtem Wetter wäre es vielleicht schwierig geworden, weil dann unterm Pavillondach die Abstände wohl kaum einzuhalten wären", stellte Grieshammer fest.

Im Teilnehmerfeld des Damenturniers am Samstag waren die beiden Fortschritt-Spielerinnen Anny Wilhelm und Vivian Li Voigt die jüngsten Teilnehmerinnen. Sie spielen als Nachwuchstalente normalerweise mit der zweiten Lichtensteiner Frauenmannschaft in der Sachsenliga. Im Sand haben sie wenig Erfahrung und mussten am Ende mit dem letzten Platz vorlieb nehmen. "Es hätte vieles besser laufen können, wenn wir mehr zusammen im Sand trainiert hätten", stellte Anny Wilhelm fest. Die gute Technikausbildung im Nachwuchs machte sich bei Anny Wilhelm und bei Vivian Li Voigt insbesondere bei starken Aufschlägen bemerkbar, mit denen sie ihre Gegner mehrfach forderten. "Das allein reicht aber eben noch nicht aus. Wenn sie sich im Stellungsspiel verbessern und etwas mehr Erfahrung gesammelt haben, sind bessere Platzierungen drin", sagte Sascha Grieshammer.

Mit Elisabeth Gruhle und Franziska Voigt gab es ein weiteres junges Lichtensteiner Team, das auf Rang 10 landete. Zudem waren mit Sarah Seidel und Christin Judaschke auch zwei routiniertere Spielerinnen des Gastgebers dabei. Sie stehen zwar normalerweise nicht als Team am Netz, machten ihre Sache aber gut und belegten am Ende den vierten Platz. Dabei ganz auf Abklatschen oder gemeinsames Jubeln zu verzichten, war aber auch in Corona-Zeiten nicht möglich. "Das gehört einfach dazu und ist irgendwie drin", sagte Christin Judaschke. Genau wie Sarah Seidel ist sie froh, das endlich wieder richtig trainiert und gespielt werden kann. Den Sieg bei den Frauen holten sich Maria Große und Anne-Cathrin Dietz (SC Riesa/ L.O. Volleys Limbach-Oberfrohna).

Sarah Seidel war am Sonntag auch beim Mixed-Turnier für Fortschritt Lichtenstein dabei und trat zusammen mit Christian Wiegand an. Die Konkurrenz war stark und am Ende stand der zehnte Platz zu Buche. Der Sieg ging an das Duo Ritchie Riedel und Kristina Ritt (VC Dresden/Motor Mickten). Riedel spielte vor einigen Jahren bei den Lichtensteiner Männern. Am dritten Juli-Wochenende soll es laut Sascha Grieshammer dann wieder Turniere für Damen- und Mixed-Teams in Lichtenstein geben.

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