Naturschutzbund legt bei Klage gegen Fly Line nach

Die Fly Line in Oberwiesenthal ist längst in die Saison gestartet. Doch der Streit um die Anlage schwelt weiter. Klärende Gespräche? Fehlanzeige.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium

Unsere Empfehlung

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 19,49 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Standard


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Sie sind bereits registriert? 

17Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    1
    Tauchsieder
    21.06.2020

    Speziell für "V4....":
    Grundschutzverordnung zum SPA "Fichtelberggebiet": § 4 Nutzungen (1) Weiter zulässig sind: 1. ... 2. ... 3. ... 4. ... 5. die sonstige bisherige Nutzung der Grundstücke, soweit hierdurch das Vogelschutzgebiet nicht in seinen für die Erhaltungsziele maßgeblichen Bestandteilen erheblich beeinträchtigt werden kann oder soweit nicht anderweitige Rechtsvorschriften entgegenstehen. Ist eine erhebliche Beeinträchtigung des Vogelschutzgebietes in seinen für die Erhaltungsziele maßgeblichen Bestandteilen zu befürchten, prüft die Naturschutzbehörde, ob die Erhaltungsziele durch vertragliche Vereinbarungen erreicht werden können. Wenn eine einvernehmliche Lösung innerhalb angemessener Frist nicht zu erreichen ist, kann die Naturschutzbehörde die erforderlichen Anordnungen treffen (§ 15 Abs. 6 in Verbindung mit § 22a Abs. 4 SächsNatSchG).

  • 1
    1
    V4Snow
    21.06.2020

    @Tauchsieder
    ich hab schon verstanden, wie sie Argumentieren wollen, dass bei der Flyline die Umweltverträglichkeit zu prüfen ist!

    Bei der Waldschlösschenbrücke war ebenfalls nur ein LSG, als eine UVP gemacht wurde. Ein Schutzgebiet auf EU Ebene war zu diesem Zeitpunkt aber schon angemeldet! UVP sagte dann: ihr könnt bauen. Bevor losgebaut werden konnte, wurde das Gebiet in Natura2000 aufgenommen. Man hätte also vor Baustart nochmal prüfen können, was das EuGH u.a. ankreidet.

    Außerdem ist anzumerken, dass um 1998 bis 2004 herrum die Großzahl an Natura2000 Gebieten eingetragen wurden. 2004 sollte alles fertig sein.
    Heute ist das Gebietsverzeichnis eigentlich vollständig. Erweiterungspläne mir nicht bekannt.
    Die Waldschlösschenbrücke lag also in einer einmaligen Übergangszeit.

    Hier ist es anders! Das Projekt ist schonjetzt fertig & es gibt immernoch kein Natura2000 Gebiet.
    Mit einer Neuanmeldung ist durch o.g. Tatsache nicht zu rechnen.
    & selbst wenn in z.B. 5 Jahren dort ein solches Gebiet ausgewiesen wird, kann man nicht rückwirkend einen Abbruch erzwingen. Wenn doch, wäre dies eine Schande für unser Rechts & Planungssystem.

    @FreiePresse: ich würde mich sehr freuen, wenn sie mit richtigen Experten diesen/ oder einen ähnlichen Fall einmal genau analysieren, um herrauszufinden was an den diversen Klagen der Umweltverbände dran ist? Eventuell findet man ja herraus, dass sich nur auf Behauptungen gestützt wird oder eben nur Formfehler gefunden werden.
    Sind wir ehrlich: niemand von uns ließt die Klagen, weil sie eben nicht öffentlich einsehrbar sind oder sehr lang.
    Da die Flyline in keinem wichtigem Schutzgebiet liegt, ist mir diese Klage jedenfalls äußerst suspekt.

  • 1
    0
    Tauchsieder
    20.06.2020

    Und ich hatte ihnen "V4....." schon einmal gesagt, lesen sie die Urteilsbegründung zur "Waldschlössschenbrücke" des EuGH!

  • 1
    3
    V4Snow
    19.06.2020

    @Tauchsiedler
    Ich hab es schonmal gesagt & ich sage es nocheinmal;

    Die Flyline liegt weder in Natura2000 Gebieten, noch im Naturschutzgebiet.
    Die einzige Kat., in der das Gebiet liegt ist die UNTERSTE Kat. Landschaftsschutzgebiet. Fast alle Wälder, Flusstäler usw. in Sachsen liegen im LSG!

    Für mich ist die Sache klar: die Naturschützer kommen immer mit dem geschützen Vogel, obwohl sie in dem Bereich hinterm 4erSessel keine Aktuellen Beweise für dessen Dasein haben. Ohne das Notargument Ringdrossel hätten sie KEINE Argumente zu klagen!

    Für mich ist die Naturschutzrechtliche Befreiung an dieser Stelle richtig.

  • 8
    0
    Alcapone
    18.06.2020

    Das tiefergehende Problem sehe ich im Konkurrenzkampf mit dem tschechischen Keilberggebiet ein paar Meter weiter - was dort geklotzt wird (naturschutzrechtlich sauber?) da sieht die dt. Seite wohl die Fälle wegschwimmen. Nur ein gemeinsames Vorgehen von dt. und tschechischer Seite kann auf lange Sicht Wirtschaft, Tourismus, Ökologie verbinden.

  • 10
    14
    Inke
    18.06.2020

    Herr Krauß sollte sich seiner primitiven Beschimpfungen schämen und beim NABU entschuldigen. Als Landtagsabgeordneter sollte er sich außerdem mit der Gesetzeslage und den behördlichen Abläufen soweit auskennen, dass ihm die Unrechtmäßigkeiten bei der Erteilung der Baugenehmigung auffallen sollten.

  • 16
    8
    saxon1965
    18.06.2020

    Ich habe durchaus ein durchwachsenes Verhältnis zum NABU.
    Jedoch muss man sich, Fun hin oder her, Tourismus hin oder her, Arbeitsplätze hin oder her, an Gesetze und Verfahrensregeln halten. In diesem Fall wollte man wohl Tatsachen schaffen, ehe die Fly Line verhindert worden wäre.
    Auch besteht die Attraktivität einer Region nicht nur aus Fun und Aktion. Gleichwohl haben Menschen unterschiedliche Interpretationen von Lebensqualität. Man kann sich auch nicht aussuchen, was man als Natur einstuft. Es sind jedenfalls nicht nur Fichten und Rehe!
    Wie schön wäre es denn, wenn diese Fly Line über einer Betonpiste mit Ausblick auf ein Industriegebiet verlaufen würde?
    Wenn dort das letzte Vorkommen der Ringdrossel in Sachsen ist, dann gibt es kein Abwägen zwischen Materialismus und Natur!

  • 16
    5
    RingsOfSaturn
    18.06.2020

    Der nabu ist als e.V. nur seinen Zitat nabu:
    "mehr als 770.000 Mitglieder und Fördernde (Stand Ende 2019, einschließlich LBV)" verpflichtet. Ist also nicht gerade eine Splitterpartei.
    Größte Finanzierungsquellen sind Mitgliedsbeiträge und Spenden. Soweit ich es verstanden habe, sind staatliche Gelder Projekt- und zweckgebunden, was auch kontrolliert wird, siehe dazu kleine Anfrage der FDP in Quelle 13 des nabu Artikels in Wikipedia.

  • 18
    24
    Malleo
    18.06.2020

    NABU mit Geld vom Staat läßt sich gut klagen und leben.
    Gleichzeitig hat man eine zerstörerische Geschäftsidee für ihn.
    Tolle Moral!

  • 31
    10
    872889
    18.06.2020

    Man kann natürlich für oder gegen Fly Line sein. Ob es den Tourismus messbar ankurbelt, darf man durchaus bezweifeln. Dazu bedarf es ganz anderer Konzepte und mitunter auch durchaus etwas mehr Gastfreundlichkeit. Woanders boomen im Übrigen insbesondere die Regionen, die auf sanften Tourismus und die Natur setzen.

  • 46
    11
    BuboBubo
    18.06.2020

    Wollen wir wetten?

    Wäre die Fly Line ein Windrad geworden, hätte der NABU mit derselben Aktion in demselben Forum jede Menge grüne Daumen eingesammelt. Dann wären nämlich die Ringdrosseln von "ein paar Vögeln" zu äußerst wichtigen, schützenswerten Lebewesen aufgestiegen. Und das Artenschutzrecht wäre selbstverständlich ein unbedingt von jeder Institution zu beachtendes Grundrecht. Und gegen den Bundestagsabgeordneten, der heldenhafte Naturschützer lächerlich macht, wäre ein Shitstorm losgebrochen.

  • 20
    15
    Tauchsieder
    18.06.2020

    Hätte, hätte Fahrradkette "Alice.....", was wäre wenn !?
    Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen die eine Baumaßnahme in einem Schutzgebiet erlauben. Dazu gehört Volksbespaßung nicht. Dieses gehört zum Grundwissen in der Verwaltung, es hätte diesbezüglich gar keine Planungen im Vorfeld stattfinden dürfen. Da stellt sich doch eher die Frage über die Kompetenz der Verwaltungsmitarbeiter, oder hat man versucht Tatsachen zu schaffen, sich über die Gesetze hinwegzusetzen und gehofft, dass dies stillschweigend hingenommen wird?
    Zu diesem Thema habe ich schon des öfteren als Beispiel den Vogtlandkreis aufgeführt. Fast deckungsgleich das gleiche Problem, vielleicht auch deckungsgleich die gleiche Bauchlandung vorm VG Chemnitz?
    Es können Wetten abgeschlossen werden, hier sollte man sich aber nicht von seinem Bauchgefühl oder seinem Wunschdenken leiden lassen.

  • 41
    18
    AliceAndreas
    18.06.2020

    Was wäre eigentlich gewesen wenn die Betreiber den offiziellen Weg gegangen wären?

    Hätte der NABU dann geholfen eine Vernünftige Lösung zu finden, hätte man versucht Tourismus und Naturschutz unter einen Hut zu verbringen?

    ... wohl kaum, der NABU hätte wahrscheinlich nichts anderes getan als klagen und verhindern.

    Dann muss man sich auch nicht wundern wenn man übergangen wird.

  • 40
    15
    1371270
    18.06.2020

    Warum ist der NABU eigentlich so empfindlich? Ich finde, auf die Bezeichnung "grüne Freaks" könnten sie doch auch stolz sein!

  • 38
    29
    harmoniummueller
    18.06.2020

    Solche Gruppierungen, wie der NABU sollten den Ball flach halten und bei ihrem Tun bedenken, daß die Region vom Tourismus lebt und dringend Arbeitsplätze braucht. Wegen ein paar Vögeln kommt niemand in die strukturschwache Region.

  • 53
    23
    Lesemuffel
    18.06.2020

    Lieber Naturschutzbund, schütze die Natur und finde Dich mit der Flyline ab. Tolle Attraktion, Natur leidet nicht.

  • 27
    31
    Tauchsieder
    18.06.2020

    Vielleicht sollte bei dem ganzen Klärungsbedarf auch geklärt werden, ob vielleicht der Hr. Bundestagsabgeordnete, oder ihm nahe stehende Personen, an diesem Projekt beteiligt sind, eventuell Geld eine Rolle spielt, oder was auch immer.
    Meine Erfahrungen sagen mir, wenn sich jemand so engagiert, so verbal um sich schlägt, hat dies meistens einen Hintergrund.