Neues Feriendorf am Zeulenrodaer Meer

Eine Oase der Erholung entsteht derzeit unweit der Grenze zum Vogtlandkreis. Bereits im Herbst sollen 21 Manoah-Häuser von Urlaubern gebucht werden können.

Zeulenroda.

Die Stadt Zeulenroda hat in Sachen Tourismus in den vergangenen Jahren mächtig aufgerüstet. Zum Bio-Seehotel der Familie Bauerfeind gesellte sich die Seestern-Panorama-Bühne. Nachdem der Trinkwasserstatus für die Talsperre aufgehoben wurde, kamen zudem das städtische Strandbad mit Tourismuszentrum, gastronomische Versorgung, Wohnwagenstellplätze, Spiel- und Sportplatz sowie Wassersportangebote und anderes hinzu. Entstanden ist auch der Panoramaweg, ein Weg, der rund um die Talsperre führt und mehrmals als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet wurde. Seit vorigem Jahr gilt Zeulenroda als stattlich anerkannter Erholungsort.

Die Unternehmerfamilie Bauerfeind, bekannt durch die Herstellung von Gesundheitsprodukten wie Bandagen und Orthesen, lässt nun eine neue Ferienhaussiedlung auf einer Fläche von 21.000 Quadratmetern - das entspricht etwa drei Fußballfelder - errichten. "Die 21 Manoah-Häuser findet man nahe des Strandbades, direkt am Panoramaweg", sagt Katrin Schlottke vom Bio-Seehotel, welches ebenfalls von Bauerfeind betrieben wird. Die Rohbauten stehen bereits, kürzlich wurde das Richtfest gefeiert. "Rund 7,5 Millionen Euro werden für das gesamte Projekt investiert, davon sind 750.000 Euro Fördermittel", so Katrin Schlottke. Eine Idee der Familie Bauerfeind werde im Zusammenspiel mit dem Bio-Seehotel und Fördergeldern vom Land Thüringen so zur Wirklichkeit.

Seit Oktober wird an der Talsperre bereits kräftig gebaut. Es entstehen sechs barrierefreie Häuser, zwölf für vier und drei für sechs Personen. Meerblick durchs Panorama-Fenster und von der Terrasse, Fußbodenheizung, eigenes WLAN und Grillmöglichkeit sind einige der Annehmlichkeiten, welche die Gäste erwarten können. Für die Urlauber werden Elektroautos zur Verfügung stehen, mit denen man seine Koffer zum Haus bringen kann. Die Anlage ist autofrei. Vor jedem Haus soll ein Baum des Jahres gepflanzt werden. Manoah ist ein biblischer beziehungsweise hebräischer Vorname und bedeutet Ort der Ruhe, Gabe oder auch Geschenk. Die Bedeutung dürfte durchaus zutreffen, wenn die Häuser aus Holz mitten in der Natur fertiggestellt sind und zum Erholen einladen. Das Holz aus Österreich stammt von der Firma "Thoma Holz 100", wobei auf eine nachhaltige Bauweise geachtet wurde. Verwendet werden beim Aufbau der Holzwände beispielsweise ausschließlich Holzdübel. Erwärmt werden die Häuser durch Sohlen-Erdwärme, die per Strahlenheizung in der Decke verbaut wird. Durch diese spezielle Technik, so heißt es, können die Häuser im Sommer auch gekühlt werden.

Für die Versorgung der Urlauber soll oberhalb des Restaurants Rosario ein Manoah-Markt errichtet werden. Aus acht installierten Automaten kann man dann Heiß- und Kaltgetränke zapfen, Hygieneartikel und anderes kaufen. Außerdem sind Vorbestellungsautomaten angedacht; dort kann man via App einige Produkte wie etwa Grillpakete oder Brötchen aus dem Bio-Seehotel vorbestellen. Für die Investition ist von der Firma Bauerfeind eine Ausgleichspflanzung mit rund 8000 Jungbäumen und Sträuchern im Pöllwitzer Wald geplant.

Zu buchen sind die Manoah-Häuser schon jetzt, einziehen kann man für die Urlaubszeit allerdings erst ab dem 1. Oktober.

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