Neues Wohngebiet in Schönbrunn erhält Fußweg

Die Gemeinde will das stark nachgefragte Bauland weiter aufwerten. Die Parzellen sollen ab Herbst ausgeschrieben werden.

Schönbrunn.

Das geplante Wohngebiet Lauterbacher Straße in Schönbrunn soll einen Fußweg erhalten. Dafür hat sich der Gemeinderat Bösenbrunn am Montagabend einstimmig ausgesprochen. Die Abgeordneten folgten damit einem Vorschlag von Gemeinderat Marcus Heinecke (Action Bürger Schönbrunn). Mit der Verlängerung des bestehenden Fußweges um weitere gut 60 Meter sollen die Baugrundstücke weiter aufgewertet werden.

Die Nachfrage nach den Parzellen ist bereits groß, nach der jüngsten "Freie Presse"-Notiz kamen weitere Interessenten dazu. Die Kommune will nach den Worten von Bürgermeister Berthold Valentin (Action gemeinsame Liste Bösenbrunn) frühestens ab Herbst mit der Ausschreibung der zunächst drei Baugrundstücke starten. Sie sollen auf Vorschlag von Gemeinderat Jörg Seidel (Abgeordnete der Bürger) nacheinander angeboten werden - so sollen Interessierte mehrfach die Chance haben, mitzubieten.

Der Bodenrichtwert für unbebaute Flächen in dieser Lage liegt bei 18 Euro pro Quadratmeter. Nach Rücksprache mit dem Gutachterausschuss des Landkreises ist mit Blick auf die vergleichsweise attraktive Lage eine Ausschreibung um mindestens 30 Prozent über Bodenrichtwert durchaus sinnvoll, so Valentin. Er will mit mindestens 25 Euro pro Quadratmeter ins Rennen gehen. Nahegelegene Orte wie Dröda oder Schloditz hätten für vergleichbare Bauparzellen noch deutlich mehr aufgerufen, erfuhr Valentin.

Der vom Gemeinderat beschlossene Fußweg soll erst entstehen, wenn die Häuser errichtet sind und die Zäune zur Straße gesetzt werden sollen, empfahlen Räte. Dies gibt der Gemeinde auch finanziell Luft. Heinecke hatte die Kosten grob mit 10.000 Euro plus Vermessung und Verlegen von Versorgungsmedien kalkuliert. Ein Planungsbüro soll nun umgehend beauftragt werden, die Fläche für den etwa ein Meter breiten Gehsteig herauszumessen.

Als vergleichsweise unproblematisch stellt sich die Erschließung des Gebiets dar, berichtete Valentin vom Ortstermin Mitte Mai mit dem Leiter des Abwassermeisterbereichs Oelsnitz im Zweckverband, Gunter Hochbaum. Der Kanalanschluss ist möglich, das Wasserrohr liegt auf der anderen Straßenseite, Energie liegt auch an. Valentin hat zudem am 12. Mai beim Zweckverband beantragt, den bestehenden Abwasserkanal Richtung Baugebiet zu verlängern. Eine Antwort steht noch aus.

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