Niederwiesa will weiter am Zubrot knabbern

Im Fußball-Kreispokal erwartet der SV Grün-Weiß am Sonntag Mittelsachsenligist Geringswalde. Das Spitzenspiel der 2.Runde steigt in Flöha.

Niederwiesa.

Egal, ob im Kreispokalwettbewerb oder im DFB-Pokal - in diesen Wettbewerben kommt es regelmäßig vor, dass sich Mannschaften aus verschiedenen Spielklassen gegenüber stehen. Und immer wieder schaffen es dabei die unterklassigen Teams, die höher eingestuften Mannschaften aus dem Pokalrennen zu werfen. Die Fußballer des SV Grün-Weiß Niederwiesa hoffen, dass diese Situation am Sonntag auch bei ihnen eintritt, wenn in der 2. Hauptrunde des mittelsächsischen Kreispokals der SV Geringswalde/Schweikershain im Walter-Reichert-Stadion zu Gast ist.

Während die Grün-Weißen in der Mittelsachsenklasse als Aufsteiger auf dem 6. Platz geführt werden, ist der Gegner eine Etage höher aktuell Fünfter. Niederwiesas Trainer Stefan Gerlach hätte sicher nichts dagegen, wenn die so oft zitierten eigenen Gesetze dieses Wettbewerbs greifen würden und er mit seiner unterklassigen Vertretung gewinnen könnte. Immerhin trennten sich beide Vertretungen im Rahmen der Saisonvorbereitung 2:2, wenngleich man von dieser Partie keine belastbaren Erkenntnisse für die Pokalrunde ableiten kann. "Wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir das durchaus packen. Aber es wird natürlich ganz schwer", sieht Gerlach sein Team als Außenseiter.

Verschenken werde seine Truppe gegen den Mittelsachsenligisten natürlich nichts, wenngleich aber der Fokus auf der Meisterschaftsrunde liegt. "Dort ist unser Saisonziel klar definiert. Wir wollen die Klasse halten. Der Pokal ist ein Zubrot", sagt Gerlach, der an der Seitenlinie von Stefan Beyer und Paul Dietrich unterstützt wird. Der Start in die Punktspielsaison ist dem Neuling in der zweithöchsten Spielklasse des Kreisverbandes schon einmal gelungen. In vier Spielen sammelte die Mannschaft sechs Punkte, erkämpfte sich dabei einen Sieg und spielte dreimal remis. "Mit dieser Zwischenbilanz kann ich gut leben, zumal wir gegen starke Konkurrenz aufgelaufen sind", sagt der Niederwiesaer Trainer. Selbstverständlich sei die Stimmung nach diesen ersten Spielen gut, die Chemie im Kader stimme. Allerdings muss das Team auch einen Rückschlag verkraften: Mit André Strung fällt ein wichtiger Mann aus der Innenverteidigung lange aus. Der Leistungsträger zog sich ohne gegnerische Einwirkung einen Achillessehnenriss zu.

Die sportlich interessanteste Begegnung dieser Pokalrunde dürfte im Auenstadion Flöha angepfiffen werden. Dort empfängt Mittelsachsenligist TSV mit Germania Mittweida II den Spitzenreiter der Staffel. "Wer sich auf so ein Spiel nicht freut, ist fehl am Platz", sagte Flöhas Trainer Mirko Schwoy. Seine Mannschaft könne in dieser Partie zeigen, dass der klare Punktspielsieg der Vorwoche keine Eintagsfliege war, "sondern Ausdruck gewachsener Stärke ist".

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.