Notbetreuung: Eltern müssen dafür in Kitas bezahlen

Stadt Plauen hat über Höhe der anfallenden Gebühren informiert

Plauen.

Für die Zeit des Corona-Lockdowns will die Stadtverwaltung von Plauen nicht komplett auf die Elternbeiträge verzichten. Wer die Notbetreuung für seine Kinder genutzt hat, soll dafür auch zahlen. Das teilt der zuständige Fachbereichsleiter, Lutz Schäfer, auf Nachfrage mit.

Hintergrund ist die Beschwerde einer Mutter. Die Frau hatte ihr Kind im April und im Mai ihren Anspruch auf Notbetreuung genutzt und ihr Kind in einen Kindergarten in Plauen gebracht. "Ich hätte mich auch krank schreiben lassen können", sagt die Mutter. Sie beruft sich auf Aussagen aus dem Rathaus, wonach die Gebühren für diese Zeit für alle ausgesetzt werden sollten. Vor wenigen Tagen erhielt sie eine Rechnung für die Kita-Betreuung.

Schäfer bestätigt, dass die Stadt für April und Mai zunächst für alle die Beiträge ausgesetzt hatte. Sie habe aber auch darauf verwiesen, dass alle weiteren Entscheidungen abhängig seien von den Festlegungen der Landesregierung, so Schäfer. In ihrem Corona-Newsticker verwies die Behörde bereits im April auf eine landesweite Entscheidung. Danach war die Notbetreuung nur bis zum 17. April kostenlos. Wer im Anschluss sein Kind zur Notbetreuung brachte, muss dafür auch bezahlen. Seit dem 18. Mai werden wieder für alle Kinder die regulären Beiträge erhoben.

Der Stadt Plauen fehlen durch das Aussetzen der Elternbeiträge rund 835.00 Euro. Die Summe ist das Ergebnis einer ersten Überschlagsrechnung, so Schäfer. Die sächsische Staatsregierung will die Kommunen mit Zuschüssen unterstützen, um die entstandenen Mehrkosten zu decken. Das geht aus einer Mitteilung des Finanzministeriums hervor.

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