Verfolgen statt löschen - Das Phänomen der Hass-Kommentare ufert aus

In Köln gibt es jetzt ein Projekt, das bundesweit Beachtung findet. Strafverfolger und Medien kooperieren dabei.

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47Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    2
    Nixnuzz
    03.08.2019

    @Malleo: Zustimmung. 1 grüner. Nur manche scheinen die Ideale der 12 Jahre heute noch oder schon wieder als erstrebenswert betrachten.

  • 3
    3
    Malleo
    03.08.2019

    Erstaunlich, rote Daumen.

  • 4
    5
    Malleo
    03.08.2019

    Nixx..
    Vorab.
    Ich lasse für mich die deutsche Geschichte nicht auf 12 Jahre reduzieren.
    Das hat etwas mit der notwendigen Unterscheidung zwischen Nationalismus und Patriotismus zu tun.
    Einige werden diesen Unterschied nicht kennen.
    Dazu zähle ich auch die Kanzlerin, die schamvoll die Nationalfarben des eigenen Landes von einer Wahlbühne verbannte und auch die Grünen, die selbst den Begriff Heimat aus dem öffentlichen Raum entfernen möchten.
    Wer aber keinen Unterschied zwischen Kobold und Kobalt macht, den mag man das nachsehen!
    Gern zitiere ich deshalb einmal R. v. Weizsäcker.
    "Der Nationalist ist einer, der die anderen hasst.
    Der Patriot ist einer, der das eigene Land liebt und den Patriotismus der Nachbarn versteht und achtet."
    Ich habe schon viele Länder der ehemaligen Kriegsgegner besucht und noch nie bin ich als Deutscher in irgend einer Form angefeindet worden.
    Das mag wohl auch daran liegen, das ich mich respektvoll als GAST so benommen habe, wie man es selbst erwarten würde.
    Selbstbewusstsein, Respekt, Höflichkeit, das Interesse an Geschichte und den Menschen sind die notwendigen Beigaben, die all das abrunden, wenn man sich in einem "fremden" Land bewegt.

  • 3
    0
    Nixnuzz
    03.08.2019

    @Malleo: ..Gleichzeitig teilte er mit mir seine Fleischration..Ich denke, Sie hätten ihn fürchterlich beleidigt, wenn Sie dies abgelehnt hätten? Schätze, wir/ich haben ein Problem mit Stolz und Großmütigkeit. Wer läst sozusagen unseren Nationalstolz zu ohne uns an unsere Historie unterschwellig zu erinnern? Ich bin vielleicht schon zu alt dazu, ohne Scham eine Großmütigkeit / unbewertete Großzügigkeit "wohlwollend" entgegen zu nehmen? Bei wievielen sind die erforderlichen Zwischentöne ebensowenig noch oder schon wieder positiv vorhanden? Wo ist der gegenseitige Respekt? Ich staune u.a. über die respektvolle/harmonische Zusammenarbeit der Kriegsgräberfürsorge, wenn tief in "Feindesland" gemeinsam "aufgeräumt" wird? Und wieviele Trump's gibt es noch bei uns..??

  • 3
    0
    Nixnuzz
    03.08.2019

    @Malleo: Vielleicht sollten unsere Medien sich weniger in der Wiederholung von "Vor- und Kriegsberichten" und dem Wiederholen der Kapitulation unserer Väter trotz der Wunderwaffen etc..ergehen sondern mehr mit unseren Zukunftsplänen oder Chancen auseinandersetzen. Ein zulösendes Beispiel wäre die öffentlichere Verteidigung des 2plus4Vertrages sowie die Aufarbeitung geschlossener Zwangsverträge wie z.B. der griechische Zwangskredit. Wieviel an Wiedergutmachung wurde bereits in wievielen Ländern durch kostenintensive Handlungen oder Projekte geleistet? Solange abgesetzte Parteivorsitzende rummosern können ohne positiv was zu bewirken, bleibt doch nur das "gemoserte" im Blickfeld. Die klare Kante zu einer getroffenen Entscheidung oder einer entsprechenden Ablehnung mit Konsequenzen wird doch hier nicht mehr praktiziert. Und in wieweit produziert dies unendliche Mosern einen Emotionsdruck bei Situationsbetroffenen? Keine sichtbare Problemlösung produziert eine "Handlungswirkung" mit ungerichteter aber treffsicheren schlagartigen Entspannung? Manche laufen seit Monaten den undeutlichen Entscheidungen von Gewählten höchsten Ortes aber hier hinterher. Schätze das viele Menschen durchaus das Gespür für Blabla und Murks als auch für realistische Machbarkeiten haben. Besonders wenn Entscheider auch so handeln...aber Fehler sind ja nur Wahlkampfmunition für die anderen..Brauchen wir wirklich so viele klein-klein-Vorschriften, die vielleicht von Praktikern gröber aber genauso wirkungsvoll zusammengekürzt werden könnten? Vielleicht sollte das Grundgesetz deutlicher im täglichen Leben angewendet werden..

  • 5
    3
    Distelblüte
    03.08.2019

    @Malleo: Vielen Dank für die vielen Zitate (die neueren kannte ich schon).
    Alle Zitierten sind Demokraten, da haben Sie recht. Und ihnen allen war/ist bewusst, dass in einer Demokratie keine Einheitsmeinung gibt.
    Womit wir wieder beim Thema des Artikels sind: man kann sich beharken, so fest man will, aber jeder muss die Spielregeln einhalten.
    Ich selbst würde nicht soweit gehen, H. Schmidt oder H. Kohl zur Verteidigung asylfeindlicher Positionen zu benutzen. Und selbst wenn es Schnittmengen geben sollte - beide Männer waren Mitglieder von demokratischen Parteien und sich dessen stets bewusst. Sie waren auch nicht frei von Fehlern, das ist niemand.
    Also muss man damit klarkommen, dass der eine alle Aussagen vorbehaltlos teilt und ein anderer nicht.

  • 5
    1
    Malleo
    03.08.2019

    Nixx.
    Gegenfrage:
    Für was müssen wir (oder das deutsche Volk) aus unserer Geschichte-und vor allem wie weit zurück- noch Verantwortung übernehmen, die zumeist noch mit monetären Verbindlichkeiten verbunden ist?
    Dazu ein private Episode.
    Mitte der 70 er Jahre war ich einige Wochen an der TH Warschau.
    Ich gehöre der Nachkriegsgeneration an wie auch mein polnischer Betreuer.
    Er entschuldigte sich bei mir dafür, dass er mich nicht seiner Familie vorstellt, weil diese im Krieg fast vollständig ausgelöscht wurde.
    Das fand mein absolutes Verständnis und ich bat ihn um Entschuldigung, obwohl ich keine persönliche Schuld daran trug.
    Gleichzeitig teilte er mit mir seine Fleischration beim Mensaessen (Polen hatte zu diesem Zeitpunkt riesige Versorgungsproblem).
    Das traf mich mitten ins Herz, aber so funktioniert Verständigung und Brückenbau.

  • 6
    0
    ChWtr
    03.08.2019

    Das ist nicht (ganz) korrekt, was du schreibst, @Ralf. Gut, es ist deine Wahrnehmung.

    Was glaubst du, wie oft meine Beiträge nicht angezeigt werden - ich denke zu Dutzenden.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass man entweder selbst geschützt werden soll (weshalb auch immer...), oder die Forumspolizei geht willkürlich vor.

    Deine Behauptung bezügl. sogenannter "Linker" Kommentare kann ich so nicht bestätigen. Je nach Betrachtungsweise - würde ich sagen. Manch' einer hier ist Link(er) und das als "Rechter" (...), wenn du verstehst was ich meine.

    Deshalb vergebe ich aber niemals inflationär rote oder grüne Daumen. Blödsinn. Eine sachlich vorgetragene ANDERE Meinung ist doch völlig i.O. Wo kommen wir denn hin, wenn wir uns alle gleichschalten ließen (...) - bedeutet, kein roter oder grüner Daumen einfach so, wie es hier oftmals geschieht. Aber egal.

    Und @Nixnuzz - völlige Übereinstimmung und komischerweise ähnliche Erfahrungen in Polska gemacht, nicht nur in Danzig. In Deutsch Krone (heute Walcz) wurde ich einmal böse angegangen - nur, weil ich einfach da war. Einfach so. Aber, dass muss man abkönnen in der alten Heimat meiner Eltern und Großeltern.

  • 5
    0
    ChWtr
    03.08.2019

    Interessant, @saxon.

    Sind es doch diese und andere Themen, die sich momentan in unserer Gesellschaft widerspiegeln. Unsicherheit. Ungerechtigkeit. Und das sich ein Gefühl breitmacht, dass man "die Umstände" eh nichts ändern kann. Das wiederum wird populistisch besetzt (und ausgenutzt). Ganz einfacher Zusammenhang. Der wedelnde Hundeschwanz kommt dann sinnigerweise auch noch zum Einsatz - und hier muss angesetzt werden. Der gesellschaftliche Zusammenhalt darf nicht flöten gehen.

    WIR (ich) bin (sind) doch nicht blöd, frei nach einem Elektronikmarkt.

    Wir alle haben es doch letztlich in der Hand, wenn wir aktiv sind, uns aufraffen und einbringen. Es nur Anderen zu überlassen ist falsch - beugen wir den Frust vor und beteiligen uns offensiv am gesellschaftl. Diskurs im Forum, auf Arbeit, im Bekannten- Freundeskreis und in der Familie. Ohne dies geht es nicht - und das ist wiederum der Punkt. Wenn bestimmte Voraussetzungen fehlen, kann es in die falsche Richtung laufen.

    Deshalb bin ich ganz bei dir, sax und denke, man sollte sich nicht entmutigen lassen.

    Und selbstverständlich Prioritäten setzen. Mache ich bereits bei einigen Usern (...) - die bestimmte Sachverhalte partout falsch verstehen wollen.

    Im Übrigen haben Zitate, ob von Goethe oder Schiller bis Brandt, Schmidt, Kant oder Mann über den Tod hinaus allgemeingültige Bedeutung.

    "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt" von F. Schiller.

    Leider wurde er nicht sehr alt, denn seine reichliche Sammlung an Aphorismen und Zitaten wäre um Längen größer. ;-)

    Wilhelm Busch aber ist für mich übrigens der Größte. Da kann sich manch einer eine Scheibe abschneiden und falls er denken kann - drüber nachdenken...

  • 4
    4
    ralf66
    03.08.2019

    Diese ganzen Definition was Hasskommentare eigentlich sind ist sehr fraglich auch die Grenzwerte, dass ist jetzt ein Hasskommentar oder nicht ist fraglich und meiner Ansicht nach nicht immer 1:1 mit dem Gesetz zu vergleichen, hier ist eine ganze Portion Auslegungssache dabei. Gut ich bin kein Facebooker, kein Twitterer weil mich diese Netzwerke aufregen, dieser sinnlose teilweise unwahre Dorfklatsch ist unerträglich, daher weiß ich nicht genau in Bezug auf Hasskommentare, was dort genau abgeht. Ich kann nur von hier ausgehen und bin der allgemeinen Ansicht, dass man zu bestimmten Themen volkstümlich gesagt, seine Zunge ganz schön gerade im Maul nehmen muss, dass der Kommentar nicht gelöscht wird. Meiner Meinung nach werden Kommentare nicht immer gelöscht weil gegen die Kommentarregeln verstoßen wurde, sondern weil einiges was man geschrieben hat politisch unliebsam ist oder man hat sein Gegenüber zu direkt angegangen. Festgestellt habe ich auch, dass linke Kommentare härter ausfallen dürfen wir konservativ - rechte Kommentare. Ich bin schon dafür, dass Schimpfwörter in Kommentaren nichts zu suchen haben, zur Gewalt auffordernde Kommentare müssen weggelöscht werden, aber eine harte kontroverse Diskussion muss schon noch erlaubt sein, auch wenn das politisch nicht konform ist mit der korrekten Altparteienlehre und wenn das die Politik, die Gesellschaft nicht aushält, dann läuft hier etwas falsch.

  • 6
    1
    Nixnuzz
    03.08.2019

    Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein. Wir Deutschen - den schwarzen Peter. Ich bin so alt wie diese Republik und trage doch diese 1000jährige Schuld in mir. In der Jugend in den Niederlanden mit mehr als skeptischen Augen betrachtet, in GB später „freigesprochen“ durch einen ehemaligen Soldaten, im Ausland während des Berufslebens nie angefeindet – ausser in Danzig 1979 zur 40 jährigen Kriegsbeginngedenkfeier. Wir standen dem Politikertross per Pkw im Wege. Aber was haben wir jetzt subjektiv und emotional alles getan? Im TV erhalte ich seit den 60er Jahren Nachhilfe zur Machtergreifung 1933, im Aufbau Westwall mit tausenden Toten, Waffenbau in unterirdischen Werkstätten mit tausenden Toten, Einmarsch nach Westen und Osten mit tausenden Toten, Zusammenbruch und Niederlage der Wehrmacht mit tausenden Toten. Zentrale Steuerung des Genozid. Nahezu täglich wird mir über die Medien klargemacht, das wir ein missratenes Volk mit grosser Schuld und all unsere mittlerweile erbrachten Leistungen selbst für uns selbst fast schon verachtenswürdig sind. Mit dem Gedenktag für das Grundgesetz in seiner Osterweiterung – aber den „Deutschland-Tag vom 9.Nov.“ der über mehr als 1 Jahrhundert die unterschiedlichsten Anlässe widerspiegeln würde, wird verschämt hinweggegangen. Selbst die wenigen noch heute lebenden KZ-Insassen sind oft mehr uns Deutschen und speziell der Jugend zugeneigt als manche Mittelalten – nicht nur zu besonderen Erinnerungsgedenktagen.... Das „Denkmal der Schande“ - ein Begriff aus dem Bereich der AfD – mag wirklich als Erinnerungsgedanke funktionieren. Solange dort „nur variabele Betonklötze in der Gegend rumliegen“ und von Alt und Jung zum Entsetzen der Gedenkenden als Tummelplatz genutzt und damit doch „in der Mitte“ des täglichen Lebens angekommen sind, wäre eine andere stilvollere Konstruktion sinnvoller gewesen. Aber so wie wir selber bzw. unsere Gewählten mit unserer Vergangenheit umgehen, kann kein – sorry – nationales Selbstbewusstsein entstehen. Mit entsprechenden seitlichen politischen Ausfransungen werden wir jetzt bei jeder Wahl konfrontiert. Sozial-politischen Warnungen über die Jahre zum Trotz.Daumen frei..

  • 4
    1
    Malleo
    03.08.2019

    Diestel..
    Damit Sie die Jahrzehnte verfolgen können ein kleiner Bogen bis in die Gegenwart.
    Wie Sie sehen befinden sich kritische Stimmen aus der Leserschaft in puncto verfehlte Migrationspolitik(die gar keine ist) im Einklang mit lupenreinen Demokraten.
    Oder wollen Sie das bestreiten?

    "Es ist notwendig geworden, dass wir sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten." - W. Brandt 1973

    "Ein konfliktfreies Zusammenleben wird nur möglich sein, wenn die Zahl der Ausländer bei uns begrenzt und langfristig vermindert wird, was vor allem die großen Volksgruppen betrifft." - F. Zimmermann 1983

    „Wenn diese Bundesrepublik Deutschland einen fundamentalen Richtungswandel in Richtung Rot-Grün vollziehen würde, dann wäre unsere Arbeit der letzten 40 Jahre umsonst gewesen. Dann wäre das Schicksal der Lebenden ungewiss und die Zukunft der kommenden Generationen würde auf dem Spiele stehen. Das ist es, was wir unseren Wählern sagen müssen. Und das geht weit über kleinliche Mäkeleien hinaus. […]“ - FJS 1986

    "Die Grenze der Belastbarkeit ist überschritten. Die Situation hat sich dramatisch zugespitzt. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, stehen wir vor der Gefahr einer tiefgehenden Vertrauenskrise gegenüber unserem demokratischen Staat, ja – ich sage es mit Bedacht –, eines Staatsnotstandes."- H. Kohl 1992

    „Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden“ - H. Schmidt 2005

    „Sieben Millionen Ausländer in Deutschland sind eine fehlerhafte Entwicklung, für die die Politik verantwortlich ist.“ - H. Schmidt 2015

    "Europa kann nicht zur neuen Heimat für Millionen Menschen weltweit in Not werden“ - H. Kohl 2016

    "Europa darf uns nicht dabei behindern, wenn wir Armutszuwanderung national regeln wollen." - A. Scheuer 2013

    "Wir kommen angesichts der aktuellen Flüchtlingszahlen an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit, Belastungsfähigkeit. Das gilt für alle Ebenen, trotz aller Anstrengungen." - H. Seehofer 2015

    "Wir wollen helfen. Unser Herz ist weit. Doch unsere Möglichkeiten sind endlich. […] Unser Asyl- und Flüchtlingsrecht […] bemisst sich nicht nach Zahlen. Und doch wissen wir: Unsere Aufnahmekapazität ist begrenzt, auch wenn noch nicht ausgehandelt ist, wo diese Grenzen liegen.“ - J. Gauck 2015

    J. Spahn schrieb in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die Flüchtlings- und Migrationspolitik sei der wichtigste Grund, warum seine Partei stark an Vertrauen verloren habe. Die Flüchtlingspolitik sei der "weiße Elefant im Raum". - J. Spahn 2018

  • 4
    0
    saxon1965
    03.08.2019

    @Distelblüte: Ich möchte mich nicht in ihr "Zwiegespräch" mit Olaf einmischen, da ich es recht interessant finde.
    Sie haben sicher Recht, dass man einen Satz eines Politikers Jahrzehnte später zur Beurteilung der aktuellen politischen Lage zusammenhanglos nicht heranzuziehen sollte. Grundlegende Aussagen behalten jedoch meiner Meinung nach ihre Gültigkeit.
    Auch wenn sich die Gesellschaft als solche verändert, die Grundbedürfnisse der Menschen verändern sich so schnell nicht. Damit meine ich den Wunsch nach Sicherheit, das Gefühl der Freiheit, persönlicher Individualismus, auch Zugehörigkeitsgefühl und Identifikation.
    Was ich in meinem persönlichen Umfeld erlebe, ist eine große Verunsicherung und Ängste davon Einiges verloren zu haben. Nun geht Jeder anders damit um, aber es trägt zur Spaltung der Gesellschaft bis hin zur Familie bei.
    Um es deutlich zu machen: Ein Mensch, der sich ungerecht behandelt fühlt, wird eher auch Andere ungerecht behandeln bzw. wenig differenzieren (nicht zu differenzieren macht uns ja auch die Politik vor). Es passt nicht zusammen, dass an wichtigen Stellen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens Geld fehlt (Betreuung der Alten, Bildung der Kinder), während es anders wo großzügig ausgegeben wird. Und damit meine ich nicht nur die Kosten für Emigranten, auch für den Politapparat, den BER, die Rüstung usw. Ich möchte diese Themen nicht vertiefen. Mir geht es darum, dass wir endlich anfangen müssen, über die grundlegende Neuausrichtung unseres gesellschaftlichen Systems zu diskutieren. Und das müssen wir von "Unten" nach "Oben", denn nicht der "Schwanz wedelt mit dem Hund", so wie momentan. Wir müssen diskutieren, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. In einer Gesellschaft der Teilung und des Werteverfalls? Oder in einer Gesellschaft die zusammenhält und bei allem Individualismus eine Gemeinschaft darstellt? Und das hat direkt etwas mit der Verteilung des (gesellschaftichen) Reichtums zu tun.

  • 4
    4
    Malleo
    03.08.2019

    Diestel..
    Sie maßen sich an, Helmut Schmidts Aussagen zu "interpretieren".
    Geschmack- und respektlos, weil er sich nicht mehr wehren kann.
    Ich bin so frei und setze meine Interpretation dagegen.
    An der eigenen Identität endet jede Toleranz!

  • 3
    3
    Distelblüte
    03.08.2019

    @Olaf: Danke für den ausführlichen Kommentar.
    Mein kleiner Exkurs zu Helmut Schmidt kam durch Malleo zustande - er hatte das Schmidtsche Zitat von 1981 zusammenhanglos angebracht. Das wollte ich nicht so stehenlassen.
    Wie Helmut Schmidt heute dazu stehen würde, kann niemand sagen, denn er ist vor einigen Jahren verstorben. Es ist aber bekannt, dass sich bis zuletzt immer wieder verschiedene deutsche Politiker mit ihm austauschten, weil sie seine Haltung und Einschätzung wertschätzten - eine gute Sache. Grundsätzlich finde ich es problematisch, einen Satz eines Politikers Jahrzehnte später zur Beurteilung der aktuellen politischen Lage zusammenhanglos heranzuziehen.
    Ihre Interpretation von Darwins Zitat... nun ja, so würde ich es nicht verstehen.

  • 5
    0
    OlafF
    02.08.2019

    Distelblüte@: Auch wenn ich mich geehrt fühle, weiß ich nicht so recht, wie Herr Schmidt in unsere Diskussion gekommen ist.Aber bitte, zunächst möchte ich Sie davon abhalten zu glauben, dass Helmut Schmidt die Deutschen auf Dauer dafür verantwortlich machte, auf Grund ihrer Geschichte den „Schwarzen Peter“ generell Anderen zuzuschieben. Er war ein Realist und kein Träumer und konnte später aus seiner Lebenserfahrung durchaus beurteilen, ob die Deutschen sich positiv verändert haben oder nicht. Das diese sich positiv verändert haben, wird und wurde auch keinesfalls von der überwiegenden Mehrheit unserer ausländischen Mitmenschen nicht bestritten.
    Aber nun zum Eigentlichen. Warum revidiert er seine Aussage von damals nicht einfach? Weil er die feste Meinung vertritt, dass sie im Kern immer noch zutrifft. Seine späteren Warnungen vor den Problemen mit fremden Kulturen, welche im Widerspruch zum Fortschritt der europäischen Aufklärung stehen und einer Überforderung der Gesellschaft, den sozialen Frieden zu gefährden, sind heute aktueller den je. Das Interview mit Frau Maischberger und seine späten Bücher unterstreichen dies.
    https://youtu.be/SbluXLNa6lc
    Die Aussagen von Willi Brand hinsichtlich der Folgen des Zuzugs vieler türkischer Gastarbeiter, für die deutschen Arbeitnehmer, sollte man differenzierter, als angepasst an die damaligen Verhältnisse und keinesfalls als unmoralische Angelegenheit, sondern damals üblicher Konsens, bewerten. Immerhin galt damals auch immer noch, ihm sei das Hemd näher als der Rock.
    Was den christlichen Glauben betrifft, stand Herr Schmidt diesem nicht gerade unkritisch gegenüber und ich halte es für zu persönlich, ihnen hier ihre Freude und Kraft daraus entziehen zu wollen…
    Was die Anpassung des homo sapiens anbelangt, müssen Sie bitte verstehen, dass ich nicht glaube, dass er sich durch seine Schnelligkeit und Ausdauer auf der Flucht, sondern durch seine Schnelligkeit und Ausdauer bei der Jagd angepasst hat, und so gegenüber dem Neandertaler überlebt hat.

  • 1
    5
    Malleo
    02.08.2019

    CW
    Können Sie auch Prioritäten setzten?
    Klingt alles wie süßer Brei!

  • 4
    0
    Nixnuzz
    02.08.2019

    @ChWtr: Ganz einfach : 1grüner!

  • 5
    1
    ChWtr
    02.08.2019

    Schwieriges Terrain, saxon und nixnuzz.

    Warum?

    Wer entscheidet, wer böse ist (das Böse), wer ist böse(r) - oder wer ist gut, gut(er)... ??? Aber lassen wir das.

    Wer Kriege anzettelt - direkt und indirekt in Konflikte eingreift, ob als Stellvertreter oder was auch immer - macht sich schuldig. Punkt! Da bringt meines Erachtens die Definition Mitschuld recht wenig - zu mindestens in diesem Zusammenhang.

    Bedeutet: DE ist kein Unschuldslamm und die "großen Player" US, RU und CN, aber auch FR und GB tragen eine Menge dazu bei, Konflikte in der Welt am "köcheln" zu halten. Und der ISLAM (teilweise, nicht vollumfänglich) benutzt die unterschiedlichen Interessenslagen in der westl. Welt für seine eigenen Interessen.

    Und nun zu der Ausgangsfrage in der großen Weltpolitik: Wer ist DER Böse, wer der GUTE?

    Wer sein Volk schlecht behandelt wie Kim Jong-un (aber nicht nur er!) weiß immer eine sogenannte Schutzmacht hinter sich und das ist das Fatale - Assad gebe es doch schon längst nicht mehr, wenn (...)

    (...) ja wenn und die damit verbundenen jeweiligen unterschiedlichen Interessenslagen, nicht wahr.

    Was mit der Beseitigung von Hussein hervorgerufen wurde, werden wir auf Ewigkeit spüren bzw. weiterhin zu spüren bekommen und der Amerikaner hat noch die große Klappe im globalen Säbelrasseln.

    Wir können in diesem Zusammenhang leider nur wenig ausrichten, genauso wenig im globalen Klimawandel - wo auch wir wieder kein Unschuldslamm sind. Wir zeigen gern auf jeden und alles. Unsere eigenen Hausaufgaben machen wir jedoch nicht.

    Uns geht's doch (noch) gut (...) - sorry mein abschweifen vom eigentlichen Thema.

    Aber irgendwie gehört das alles zusammen, meiner Meinung nach.

  • 2
    2
    Nixnuzz
    02.08.2019

    @saxon1965: Ohne jetzt das Internet zu quälen, haben wir in NRW im Islam grob 2 Richtungen: Die Streng-/Selbstkonvertierten und die Koranmodifizierer. Schau ich nur auf "den Islam" wegen der Menschenverachtenden mit ihren Selbstmorden oder direkten Morden im Namen Allahs oder gebe ich den Menschenrechtsbasierenden Koranneuschreibern den nötigen Atmungsfreiraum? Was wird an Kindererziehung im Namen Allahs durch Kleiderordnungszwang missbraucht oder geb ich den Umdenkenden das Recht der persönlichen Entfaltung nach den Vorgaben des Grundgesetzes? Diese sind bereits Teil der Gesellschaft und fallen höchstens durch parteipolitische oder Sach-Äusserungen quer durch die Parteien auf. Die Erosion an der Anwendung des strengen Islam ist jedenfalls Fakt. Den Zwiespalt quer durch manche Familien möchte ich allerdings nicht ausbaden. In der Firma "high heels" nach Feierabend im Haus "Shador"..So was tut weh! Da nützt ein externes Zurückdrängen in den Schoß nicht das geringste, um hier eine Änderung Richtung GG zuzulassen. Ich will nicht schlimmer sein als diese "Vertreter des rechten Glaubens".

  • 4
    1
    saxon1965
    02.08.2019

    @Nixnuzz: Was ist an "... besonders Jene "Gläubigen" die andere Religionen und Atheisten bekämpfen!" pauschal ohne Differenzierung?
    >besonders Jene die ... bekämpfen<
    Das es unterschiedliche Wahrnehmungen und Bewertungen zwischen USA/CIA und Russland/Putin gibt, hat evtl. etwas mit unseren unterschiedlichen Biografien zu tun. Was die Vergangenheit betrifft, können sie jedoch nicht abstreiten, dass der "Weltgendarm" USA sich wesentlich öfter militärisch eingemischt hat als die Russen und sie tun es immer wieder. Für mich sind die USA als Staat (nicht alle Bürger!) selbstherrlich, bevormundend (Embargos) und mit ihrer kriegerischen Ölpolitik friedensgefährdend. Ja, wesentlich schlimmer als die Russen, auch wenn diese Regierung genau, wie wohl alle anderen, auf die Sicherung ihre Interessen bedacht ist.

  • 6
    3
    Nixnuzz
    02.08.2019

    "ICH lehne jedenfalls den Islam als rückwärtsgewandte Religion ab und besonders Jene "Gläubigen" die andere Religionen und Atheisten bekämpfen!" Soweit ok - nur dieser Pauschalismus ohne Differenzierung gilt auch bei anderen Phänomenen. Wenn über einzelne Aufreger oder Taten berichtet wird, werden andere nur alleine weil irgendwie damit verbandelt voll der Verdammung unterzogen. Ich - Wessie - mag für manche Hiesige die fleischgewordene amerikanische CIA-Heuschrecke in Schlips und Kragen als Treuhand-Besatzer darstellen. Mir geht hier die blauäugige Lobhudelei von Russland und Putin in seiner alles umfassenden Friedenslieb auf den Geist. Die Vielschichtigkeit des Weltgeschehens auf einzelne wohlgefühlte oder verachtete Informationen herunter zu brechen und dann entsprechende allerdings subjektive Lösungen zu fordern, ist wenig hilfreich. Es zocken zuviele an der Welt herum. Karl May mit seinem muslimischen Geisterreiter als herausragenden sächsischen Friedensengel zu nutzen wäre wohl einfacher.

  • 6
    5
    Distelblüte
    02.08.2019

    @Plaf: Also wäre mehr Bildung ein Teil der Lösung. Es geht nicht um das richtige Setzen von Satzzeichen, obwohl das auch kein Schaden wäre, eher um ein Ankommen in einer komplexen, manchmal unverständlichen Gegenwart.
    Malleo hat gestern anonym Helmut Schmidt zitiert mit den Worten "Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag." Herr Schmifft meinte damit nicht etwa ein Ansteigen der Gewalt durch Migranten, er hatte damals (1981) schon kein Vertrauen in die Deutschen, dass sich deren fremdenfeindliche Einstellung seit Kriegsende irgendwie abgeschwächt oder gar gewandelt hätte.
    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/helmut-schmidt-erika-steinbach-empoert-mit-pietaetlosem-tweet-a-1062135.html

    Fast vierzig Jahre später könnte man hoffen, dass sich eingies daran geändert hat, und das stimmt. Was vor 40 Jahren noch Mainstream war, ist heute rechtsaußen und zum Glück verpönt, allerdings nicht von jedem. Nicht jeder hat sich weiterentwickelt, vielleicht kann auch nicht jeder von seinen alten Überzeugungen lassen, die immer weniger in eine vollkommen veränderte Gegenwart passen. Wie der Bibelvers sagt "man füllt keinen neuen Wein in alte Schläuche" und meint, dass diese dem neuen nicht standhalten werden (Quelle: Lukas 5,33 - 39).
    Oder um Charles Darwin zu bemühen: »Es ist nicht die stärkste Spezie die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.«

  • 5
    4
    saxon1965
    02.08.2019

    @Moderator: Mir erschließt sich nicht wirklich, worum mein Kommentar von gestern gegen die Regeln verstoßen haben soll, aber vielleicht hätte ich DAS Wort ausschreiben sollen, wovon ich dachte, es gehört sich nicht?
    @ChWtr und OlafF: Ich möchte ihnen beiden zustimmen und ergänzen, dass diese Ablehnung bis hin zu Hass auf Andere vielleicht auch dadurch befeuert wurde, weil gewisse Personen, die anscheinend vergessen haben in welchem Auftrag sie an der Macht sind, genau jene "Arbeitgeber" vor den Kopf stoßen, nicht mitnehmen, lieber als Pack beschimpft haben als zu zuhören und anstelle zu versuchen "... für Alle (da zu sein)" eher spalten.
    Hass und Hetze lehne auch ich ab. Es darf jedoch nicht darin enden, dass es verboten wird direkt und ehrlich seine Meinung zu sagen!
    ICH lehne jedenfalls den Islam als rückwärtsgewandte Religion ab und besonders Jene "Gläubigen" die andere Religionen und Atheisten bekämpfen!
    Anm.: Auch wenn mein letzter Satz nicht unmittelbar in Zusammenhang mit obigen Artikel steht, so soll er verdeutlichen, was ich meine.

  • 8
    0
    Nixnuzz
    02.08.2019

    Es ist nunmal schwierig, mit Menschen im selbstgestrickten Glashaus Kontakt aufzunehmen um nicht anschliessend an die Wand ignoriert zu werden..Bei festgelegten Wissensgrundsätzen und der eigenen Überzeugung sind Korrekturen nahezu unmöglich...

  • 1
    3
    Malleo
    01.08.2019

    distel..
    Den Text habenSie bis zum Schluß gelesen?
    Moderator:
    1. BK H. Schmidt Veranstaltung DGB Hamburg 1981
    2. O. Schily SZ 3.11.99
    3. Peer Steinbrück Bild online 15.11.2010

  • 7
    2
    OlafF
    01.08.2019

    Immer öfter hört man, nicht nur auf der Straße, hängt Die auf, lasst Die einfach ersaufen, holt die MPi raus oder schlimmeres... Volksverräter-Rufe und Bezichtigungen wie "Lügenpresse" stehen "Nazis raus" und oder Schlachtrufen wie sch...ß auf Deutschland, Katastrophe für Deutschland oder der Lächerlich-Machung von PEGIDA gegenüber. Alles nicht die "Feine englische Art", aber warum die Wut und der Hass aufeinander?
    Warum gelingt nur selten ein sachlich geführter Diskurs, wie hier...? Warum werden Andersdenkende gemobbt, gesperrt, gefeuert und zumindest geschnitten. Weil viele nicht mehr in der Lage sind, den Anderen erst einmal ausreden zu lassen, dessen Argumente anzuhören und bei Schnittmengen ggf. auch einmal dem Anderen recht zu geben.
    Warum soll es bei der Presse und in Medien anders zugehen. Jede Journalist*inn hat schließlich auch ihre eigene Meinung, da bleibt es schwierig völlig objektiv zu berichten. Dazu kommt ein harter Konkurrenzkampf bei dem diejenige auf der Strecke bleibt, deren Artikel nicht gedruckt wird oder deren Sendung nicht gesendet wird. Wie würden Sie sich verhalten, wenn sie freie Mitarbeiter*inn beim MDR wären und nebenbei noch jobben gehen müssten, um halbwegs über die Runden zu kommen?
    Auch wenn die Pressefreiheit eigentlich gewährleistet ist, entsteht jedoch immer mehr der Eindruck, dass durch intellektuelle Feigheit bestimmte Themen wie "Silvesternacht in Köln" oder "Tötungsverbrechen mit sich ähnelnden Mustern" verspätet oder zu zaghaft angepackt werden. Die Nichtveröffentlichen von Kommentaren, welche gegen die Regeln verstoßen, dem Geschmack der Redaktion nicht passen oder aus anderen Gründen ist legitim. Die Rechtschreibung, Grammatik und Kommasetzung in den Kommentaren ist dabei völlig egal, sondern Sie sollen dem Volk auf die Schnauze schauen, nicht der Politik nach dem Munde schreiben... Die Leser sind nicht nur Intellektuelle und welche die als solche gelten wollen, sondern viele schreiben ihre Kommentare hier und jetzt, weil sie einfach den Kanal voll haben, von ständigen Belehrungen und Moralisierungen. Sie schreiben ehrlich, was sie denken und fühlen und nicht immer was richtig sein muss oder gefallen soll.
    Aber hat nicht auch eine Journalist*in eine gewisse Verpflichtung. Wenn diese sich wie manche Politiker verhalten, welche mehr für ihre eigenen Ideale, als für ihre Wähler und Nichtwähler interessieren, muss doch die Presse selbst auf die Gefahr hin, ordentlich" in den Fettnapf "zu treten aufdecken, aufklären und die Politik zum Handeln ermuntern ! Wo passiert das noch, alle einer Meinung, seltsam?
    Was machen nun die "einfachen Leute"? Sie suchen sich ihre Antworten in Boulevardblättern, auf Internetplattformen oder im Ausland - auch eine Art von Pressefreiheit. Diese Situation herrscht meiner Meinung seit Ende 2015 und , wenn nicht zügig eine Änderung daherkommt, dann entwickelt sich unsere Gesellschaft noch mehr auseinander, obwohl es noch, wie immer gerne betont wird, den Menschen so gut geht.

  • 12
    5
    ChWtr
    01.08.2019

    Das Recht auf Meinungsfreiheit kann nicht dazu herhalten, jeden Dreck straffrei abzusondern bzw. durchgehen zu lassen. Wer zu Hass und Gewalt aufruft und in den (as)sozialen Medien hetzt und andere Menschen ausgrenzt bzw. an den Pranger stellt, muss verfolgt werden - hier gilt eine Nulltoleranzgrenze für Hetzer und Aufwiegler. Weshalb jedoch so viele Menschen für Demagogie und Verleumdung empfänglich sind, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Das Gehirn ist dazu da, um es (möglichst) einzuschalten und zu benutzen. Wer alles Unrecht dieser Welt bei Anderen sucht (Merkel ist an allem Schuld, die Ausländer sowieso) treibt es mit seinem Stumpfsinn auf die Spitze. Man bringt selbst nichts zustande, beschimpft dafür aber andere, die ANDEREN. Das ist schwach und gefährlich zugleich. Was kommt als nächstes - oder besser, wer kommt als Nächstes? Aufpassen Leute und Zivilcourage zeigen. Ja, ich weiß - auch gefährlich und nicht ganz einfach (...), zugegebenermaßen.

    Fangen wir doch schon mal hier im Forum an.

    Christian Winter alias ChWtr

  • 10
    3
    Nixnuzz
    01.08.2019

    Mir erscheint es, das es von der Zusammensetzung der Redaktion zu bestimmten Tagen abhängig ist, ob ein Mainstream-wiedersprechender aber regionenbetreffender Kommentar entsorgt wird.

  • 11
    9
    gelöschter Nutzer
    01.08.2019

    @Distelblüte, sie die nun wirklich gern die AfD bei jeder Gelegenheit mit herabwüdigenden Bezeichnungen tituliert, redet von Sachlichkeit? Die Selbstwahrnehmung ist schon eine spannnede Sache.

  • 6
    11
    Malleo
    01.08.2019

    moderator
    Morgen bekommen Sie die Quellen.
    Jetzt höre ich mir erst mal ein kompetente Quelle im Original an.
    Dr. Maaßen.
    Leider niemand von der FP zu sehen.
    Die WerteUnion ist zu rechts?

  • 7
    9
    Hinterfragt
    01.08.2019

    @Moderator;
    "...und teilen nicht Ihre Meinung, es käme auf den Nutzernamen an...."
    Nun wenn man so lesen kann, was bei bestimmten Nutzern durchgeht und mit eigenem vergleicht, dann schon!

  • 9
    3
    Moderator
    01.08.2019

    @Malleo: Womit wir ein Problem haben, haben wir hier weiter unten bereits zusammengefasst. Mehr ist von unserer Seite aus dazu nicht zu ergänzen.

  • 7
    7
    Distelblüte
    01.08.2019

    @Malleo: Jetzt ist Ihr Beitrag ja da. Aber für Quellenangaben zu den "Zitaten" hat die Internetsuche nicht gereicht? Oder Namen?

  • 4
    7
    Malleo
    01.08.2019

    moderator
    Ein Beispiel dafür,dass Ihre Begründungen
    nur partiell zutreffen, habe unter " Gauck" angeführt.
    Nun und die Quellen der Zitate reiche ich gern nach.
    Streichen Sie den letzten Absatz inzwischen oder haben Sie dann noch immer mit dem Geschriebenen ein Problem?

  • 12
    3
    Moderator
    01.08.2019

    @Hinterfragt: Ja, dieser Auffassung sind wir - und teilen nicht Ihre Meinung, es käme auf den Nutzernamen an.

  • 9
    14
    Hinterfragt
    01.08.2019

    @Moderator; Frage:

    Glauben Sie selbst an das Geschriebene?
    Es kommt hier nach Wahrnehmung definitiv auf den jeweiligen Nutzernamen an!

  • 5
    10
    Hinterfragt
    01.08.2019

    "...Formulieren Sie anders und kommentieren noch einmal...."

    Sorry, aber ich habe besseres zu tun, als jeden Kommentar in 'zig Versionen einzureichen.

  • 7
    10
    Distelblüte
    01.08.2019

    @saxon und Malleo: Formulieren Sie anders und kommentieren noch einmal.

  • 17
    2
    Moderator
    01.08.2019

    Da unser Kollege Jens Eumann in seinem Text auf das Forum von freiepresse.de eingegangen ist, kurz eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen im Hinblick auf Sperren. Wir greifen vor allem ein, weil andere Nutzer dieses Forums verächtlich gemacht oder gar beleidigt werden, weil falsche oder nicht unmittelbar nachprüfbare Tatsachenbehauptungen aufgestellt werden oder weil pauschal über bestimmte Menschen/Gruppen/Parteien/Institutionen aller Herkunft/Religion/Ausrichtung geurteilt wird - frei nach dem Motto "Kennst du einen, kennst du alle". Vielen ist gerade das pauschale (Ab)Urteilen nach unserer Wahrnehmung nicht bewusst. Bei einzelnen Nutzern müssen wir auch sperren, weil die Verständlichkeit des Geschriebenen absolut leidet, der Kontext des Gesagten unklar ist oder der Beitrag schlichtweg im Bezug zum diskutierten Thema irrelevant ist. Relativ neu ist, Zitate von Politikern/Buchautoren etc. pp. als Argument einzuführen, bei denen sich schon durch einfache Google-Suche herausstellt, dass das Zitierte so nie gesagt wurde bzw. dass der Kontext ein völlig anderer ist. Eine Quelle/ein Link als Beleg für ein Argument hilft in vielen Fällen für die weitere Diskussion.

  • 16
    2
    Maresch
    01.08.2019

    Es hat schon seinen berechtigten Grund, warum bestimmte Netzwerke auch als 'asoziale Medien' (eng. asocial media) bezeichnet werden.

  • 19
    2
    MuellerF
    01.08.2019

    @2PLUTO6: Die oben aufgeführten Straftatbestände sind nicht neu geschaffen worden & gelten auch nicht nur für Deutsche, sondern für jeden Menschen in diesem Land. Sie dürfen sich artikulieren, ohne dabei straffällig zu werden - leider WOLLEN das Einige heute gar nicht mehr! Wehren dürfen Sie sich juristisch - leider wollen auch das Einige nicht mehr & üben ungehemmt aus, was sie für Recht halten.

  • 4
    5
    saxon1965
    01.08.2019

    Meiner seit Stunden auch...

  • 5
    7
    Malleo
    01.08.2019

    Distel..
    Fragen Sie die Administratoren, meiner ist eingereicht!!

  • 7
    7
    Malleo
    01.08.2019

    Gewalt und Gewaltandrohung macht jede Forderung billig.
    Um das zu beurteilen und zu verurteilen hat der Gesetzgeber umfassende Regelungen getroffen und macht auch rege Gebrauch davon.
    Wie letztlich die Richter dann urteilen, nun, davon kann sich jeder nahezu täglich ein Bild machen- von Freispruch bis Verurteilung wird die Bandbreite voll ausgeschöpft.
    Wer, wie viele andere auch, die Aufforderung unserer Volksvertreter umsetzt und an der Meinungsbildung teilnimmt, den „Mund aufmachen soll“, macht allerdings sehr schnell die Erfahrung, dass damit häufig nur gemeint ist, „Luft zu holen“
    Zuschriften werden ganz einfach gesperrt, weil offensichtlich keine Kommentare gewünscht werden, die nicht dem mainstream entsprechen.
    Die Angst vor „anderen“ Gedanken ist inzwischen schon so groß, dass der Zwischenschritt des Nachdenkens zugunsten der automatischen Zurückweisung entfällt.
    Das lässt sich am besten in der Diskrepanz zwischen Artikel und Lesermeinung ableiten.
    Weil ÖR Anstalten inzwischen leicht mit der Pressestelle der Grünen zu verwechseln sind, reicht es heute oft, wenn sich ein Text falsch anfühlt, um den moralischen Staubsauger anzusetzen.
    Eine Debattengesellschaft darf sich allerdings nicht zu fein sein, harsche und auch überspitzte Ansichten anzuhören.
    Sie muss Tacheles aushalten, denn es gibt kein Recht auf die ungestörte Feier der eigenen moralischen Anständigkeit!
    Natürlich lassen sich die Sperrungen von Kommentaren mit dem in die Hand der Administratoren gegeben „Goldenen Regeln“ oder der Netiquette leicht begründen, denn bekanntlich schlägt das Herz der Journalisten, nicht nur anatomisch betrachtet, auf der linken Seite!
    Da bekanntlich die Archive die größten Feinde der Politiker sind, mögen nachfolgende Aussagen nach den geltenden Richtlinien geprüft werden. Die Verfasser sind Spitzenpolitiker.
    „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag“
    „Die Grenzen der Belastbarkeit durch Zuwanderung sind überschritten“
    „Wir haben zugelassen, dass Millionen Menschen geringer Qualifikation direkt in die Sozialsysteme einwanderten und vom Staat- der Solidargemeinschaft- unterstützt wurden“
    Mal schauen, ob man danach verfolgt und die Ohren lang gezogen bekommt.

  • 13
    20
    Distelblüte
    01.08.2019

    Auf die Kommentare zu diesem Beitrag bin ich gespannt. Wie viele werden den Aufruf zu Sachlichkeit mit Zensur verwechseln?
    Das Wehklagen über nicht veröffentlichte Kommentare ist ja immer einmal zu hören. Passiert mir auch, und meistens weil ich zu scharfe Worte geschrieben habe. Das Nichtveröffentlichen sagt mir "formuliere es besser". Guter Tipp.

  • 13
    15
    2PLUTO6
    01.08.2019

    Was will den die Politik nun noch alles per Gesetz erfinden und Regeln, nur damit sich der normale deutsche Bürger überhaupt nicht mehr wehren und artikulieren kann.
    Bei dieser geschehenen Unrat ist es doch nur ganz normal, daß diesem Individuum der blanke Hass entgegenschlägt.
    Was haben Sie denn erwartet, was hier für Meinungen gepostet werden?



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