Opernball: Dem Tanzlehrer gehen die Debütanten aus

Das Theater-Ereignis im Februar 2020 ist seit Monaten ausverkauft. Und trotzdem plagen die Organisatoren dieses Mal ernsthafte Sorgen.

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33 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    2
    Pixelghost
    04.10.2019

    Es wird alles politisch zertrampelt. Das hat mit Tanz nichts zu tun. Schade.

  • 11
    3
    Werterreu53
    04.10.2019

    Mir erscheint dieser Hilferuf des Tanzlehrers, wie der Schrei nach mehr Bereitschaft, sich an der gehobenen Gesellschaft zu beteiligen. Anscheinend gibt es in Chemnitz und in den Reihen der Balltouristen genügend vermögende Menschen, die sich Karten für den Opernball leisten können und/oder wollen.
    Ich glaube, die Möglichkeiten, stilvoll auf normalen Tanzabenden Menschen kennenzulernen oder mit seinem Partner/seiner Partnerin zu tanzen, sind seit einigen Jahren eingeschränkt und werden immer weniger. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ursachen dürften hinlänglich bekannt sein. Deshalb werde ich hier und heute darauf nicht eingehen!

    Mir erscheint diese Tendenz zu immer mehr Glanz in Sachsen (sicherlich ist das auch anderswo ein Thema) schon dekadent. Von der sogenannten Jahrhunderthochzeit bis zur Vergoldung der goldenen Henne (d. A.) im Dresdner Schloss für über 400 Millionen Euro und anderer Schlösser stehen unverhältnismäßig teure Projekte den permanenten Mangelerscheinungen in der Bildung und anderswo im öffentlichen Dienst gegenüber und sind m. E. sehr übertrieben und jederzeit verschwenderisch. Ohne die Bedeutung dieser Objekte bzw. Ereignisse für die Geschichte zu übersehen, sind andere Geschehnisse mit weniger Gold, Glanz und Gloria (Das traf ja wohl mehr auf Preußen zu, oder?) nicht so deutlich im Fokus, vor allem des MDR. Haben diese Jubelposaunisten wirklich noch nicht erkannt, worum es in der Jetztzeit bei uns geht?
    Nicht ganz unabhängig von diesem Trend, geschieht in Chemnitz seit einiger Zeit ähnliches. Ist das mehr Nachahmung oder der Versuch als Opernhaus wirtschaftlich (er) zu arbeiten? Wo soll das noch hinführen? Kleinere Brötchen vom Bäcker um die Ecke sind vielleicht in diesem Zusammenhang die bessere Wahl und auf jeden Fall nachhaltiger. Bodenständige Angebote mit mehr Zielgruppengenauigkeit könnten dem vielleicht abhelfen.

    Oder ist sogenannte Spaltung der Gesellschaft noch nicht ernsthaft und problematisch genug?

    PS: Übrigens...ich bin ein Freund der Tanzschule Köhler/Schimmel und gehe gern tanzen!!!

  • 4
    9
    Lesemuffel
    04.10.2019

    Auch beim Tanzen macht der Fachkräfte Mangel nicht Halt.