Orkan "Sabine": Weniger Chaos als erwartet im Muldental

Von Sonntag auf Montag fegte ein Sturmtief über Mittelsachsen. Doch für viele Feuerwehren in der Region blieb es ruhig.

Rochlitz.

Mit zahlreichen Unwetteransagen war vor dem Winterorkan "Sabine" gewarnt worden, doch von schwerwiegenden Schäden blieb die Region verschont. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren hatten vielerorts eine ruhigere Nacht als erwartet. Die Feuerwehren Rochlitz, Lunzenau, Wechselburg, Zettlitz und Königsfeld mussten bei dem Unwetter in der Nacht gar nicht ausrücken.

In Seelitz beschäftigte ein umgestürzter Baum auf der Verbindungsstraße zwischen Kolkau und Seebitzschen am Montagmorgen die Mitarbeiter des Bauhofs, wie Bürgermeister Thomas Oertel (parteilos) berichtete. Die Ortswehren Gröbschütz und Bernsdorf entfernten am Nachmittag laut Seelitzer Gemeindewehrleiter Jens Härtwig einen morschen Telefonmast in Winkeln und sicherten die Leitung.

Auf dem Gelände der Naturschutzstation Weiditz kippten drei ältere Kiefern um. "Das Eingangstor und der Zaun wurden dabei beschädigt", sagte Geschäftsführerin Angela Schubert.

Wie Gemeindewehrleiter Thomas Cramer mitteilte, wurde die Peniger Feuerwehr 5.30 Uhr am Montagmorgen alarmiert und zu fünf verschiedenen Einsatzorten gerufen, wo Bäume und herabgefallene Äste Straßen und Grundstückszufahrten blockierten. 20 Einsatzkräfte seien etwa drei Stunden lang mit der Räumung beschäftigt gewesen, erklärte Cramer. Ebenfalls am Montag, 17.30 Uhr waren die Ortswehren Penig und Obergräfenhain auch in Obergräfenhain zur Sicherung eines Telefonmasts im Einsatz.

Die Erlauer Ortswehr hatte gegen 2 Uhr einen Einsatz auf der Rochlitzer Straße. Laut Gemeindewehrleiter Jens Neubert fiel ein Baum in die Stromleitung eines Hausanschlusses. Zur Beräumung wurde die Drehleiter der Mittweidaer Kollegen hinzugeholt. Die Milkauer Kameraden rückten 6.45 Uhr aus, weil ein Baum die Straße zwischen Sachsendorf und Döhlen blockierte.

Bereits am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr rückte die Arraser Wehr mit zehn Aktiven aus, um die Straße von Arras nach Milkau zu räumen sowie die von Arras nach Crossen zu sperren. "Zwei Bäume im Waldabschnitt Richtung Milkau waren bereits auf die Fahrbahn gefallen. Uns blieb nur, die Trasse zu sperren", sagte Ortswehrleiter Jörg Hahn. In Geringswalde hatte der Sturm an der Goldammerstraße ein Auto beschädigt. "Glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden", so Ortswehrleiter Uwe Lübke.

Im Landkreis sorgten umgestürzte Bäume und herabfallende Äste zudem für zahlreiche Stromausfälle, wie Evelyn Zaruba, Sprecherin des Netzanbieters Mitnetz Strom, erklärte. Am Sonntag seien 2800 Haushalte ohne Strom gewesen. "An einer schnellen Wiederherstellung der Stromversorgung wird gearbeitet", so Zaruba. (mit grün)


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