Ort wartet wohl länger auf Bescheid

Was wird aus dem Asylheim in Jahnsdorf?

Jahnsdorf.

Ob die umstrittene Asylunterkunft im Jahnsdorfer Ortsteil Pfaffenhain - gegenwärtig leben in dieser Einrichtung knapp 100 Flüchtlinge - bestehen bleibt oder bald aufgelöst wird, bleibt weiter offen. "Es gibt keinen neuen Sachstand. Die Prüfungen sind noch nicht abgeschlossen und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen." So beantwortete Katja Peter aus dem Büro von Landrat Frank Vogel eine Anfrage von "Freie Presse".

Hintergrund: Im Jahr 2015 hatte die Gemeinde Jahnsdorf zähneknirschend dem Bau eines Containerdorfs in der Nähe des Verkehrslandeplatzes zugestimmt - verbunden mit einer Bedingung: Die Baugenehmigung werde nur bis 2020 befristet. Vor mehr als einem Monat hatten Jahnsdorfs Bürgervertreter dann eine Verlängerung dieser Genehmigung abgelehnt - und dem Landrat dazu eine 26-seitige Begründung auf den Tisch gelegt. An Frank Vogel hängt es nun, ob er die Ablehnung akzeptiert oder ob das Landratsamt diese als übergeordnete Baubehörde kassiert. Seither prüft die Landkreisverwaltung das Ganze. Etwaige Fristen, bis wann solch ein Antrag abgearbeitet werden muss, gibt es offenkundig nicht. Allerdings gilt die zuvor genannte Baugenehmigung nur noch bis zum 30. September dieses Jahres. Spätestens bis dahin muss Vogel Flagge zeigen. Sollte sich der Landrat gegen den Beschluss der Jahnsdorfer Gemeinderäte stellen, würde Bürgermeister Albrecht Spindler wohl klagen, zuvor auch noch einstweiligen Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht beantragen. "Das hätte dann in der Klage-Angelegenheit aufschiebende Wirkung", so Spindler. (joe)

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