Premiere spricht Körper und Herz an

Aktiv sein in der Natur, zu Fuß oder auf dem Rad - das sollen am 4. und 5. Juli viele Menschen bei der Aktion "Gemeinsam was bewegen" rund um die Talsperre Pöhl. Und dabei können sie gleichzeitig noch etwas Gutes tun.

Falkenstein/Pöhl.

Konkrete Vorgaben haben sich Robin Ramsdorf und seine Mitstreiter nicht ausgedacht. "Es steht nicht die Leistung im Vordergrund. Vielmehr möchten wir den Leuten die wunderschöne vogtländische Landschaft rund um die Talsperre Pöhl zu Fuß und auf dem Rad etwas näherbringen. Der Spaß an der Bewegung und dabei etwas Gutes zu tun, steht an oberster Stelle", erklärt der Triathlon-Abteilungsleiter des LATV Plauen. Gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern stellt er am ersten Juliwochenende eine ganz besonderes Sportereignis auf die Beine. Unter dem Motto "Gemeinsam was bewegen" sind die Vogtländer eingeladen, rund um die Talsperre aktiv zu werden und gleichzeitig mit einer Spende den ASB Wünschewagen zu unterstützen.

Die Idee dazu hatte Robin Ramsdorf vor einigen Wochen. Nachdem die LATV-Triathleten im Februar mit dem Pirker Triathlon ihren Hauswettkampf aus organisatorischen und personellen Gründen abgesagt hatten und jetzt durch die Coronakrise auch alle anderen Wettbewerbe bis zum Spätsommer ausfallen, war der Falkensteiner auf der Suche nach Alternativen. "Wir als Abteilung wollen unseren Sponsoren gern etwas zurückgeben, auch wenn keine Veranstaltungen stattfinden können. So können wir ja zum Beispiel unsere neue Vereinskleidung kaum zeigen", erzählt der 29-Jährige.

Herausgekommen ist am Ende kein Sportevent im klassischen Sinne. So gibt es weder feste Startzeiten noch Distanzen, die zu absolvieren sind. Vielmehr sind die Menschen aufgerufen, sich an den beiden Tagen individuell rund um die Talsperre zu bewegen, zum Beispiel auf dem Rad. Eine Strecke führt dabei auf der Straße vom Panorama-Restaurant über Helmsgrün, Thoßfell, Neuensalz, Voigtsgrün und Möschwitz zurück zum Ausgangspunkt. Wer lieber abseits der asphaltierten Wege unterwegs ist, kann mit dem Mountainbike ins Elstertal.

Für die Route hat sich Robin Ramsdorf Unterstützung bei André Wagenknecht geholt. Der ehemalige Deutsche Meister im Mountainbike-Enduro fand die Idee von Anfang an sehr gut. "So kann man die Leute in die Natur vor der eigenen Haustür locken. Ich habe in den vergangenen Wochen mitbekommen, dass viele gar nicht so genau wissen, was für schöne Ecken es bei uns gibt. Selbst ich habe zuletzt viele neue Wege und Strecken entdeckt", sagt Wagenknecht. Die Route bei "Gemeinsam was bewegen" will er so gestalten, dass sie mit einem Mountainbike für jedermann zu bewältigen ist.

Ähnlich ist es bei der Lauf- und Wanderrunde geplant. Die orientiert sich an der Strecke von Trails 4 Germany. Dieser Wettkampf hat bisher zweimal an der Talsperre stattgefunden. "Auf dem Internetportal Outdoor Active ist sie als Talsperre-Pöhl-Trail abrufbar. Gemeinsam mit dem Zweckverband wollte ich es eigentlich Anfang des Jahres in Angriff nehmen, sie auch fest auszuschildern. Dann kam Corona. Wir wollen das nun wieder aufgreifen. Ob wir das bis Anfang Juli schaffen, steht aber noch nicht ganz fest. Irgendeine Art Markierung wird es bis dahin aber auf jeden Fall geben", sagt der Plauener Uwe Schneider, der gemeinsam mit Jasmin Wolf die Trailserie 2018 erstmals ins Vogtland holte.

Neben der sportlichen Betätigung steht am 4. und 5. Juli auch die Unterstützung für eine gute Sache im Mittelpunkt. An Orten wie den Sehenswürdigkeiten und am Restaurant werden Spendenboxen aufgestellt. Da kann jeder so viel einwerfen, wie er möchte. Oder er überweist bis 12. Juli einen Betrag auf das Konto des LATV. "Jeder Euro hilft dabei, Menschen, die weniger Glück im Leben hatten, einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen. Den Erlös spenden wir zu 100 Prozent an den Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes", erklärt Ramsdorf.

Er selbst plant, an dem Wochenende mit Unterstützung von Sponsoren 24 Stunden am Stück auf dem Rad unterwegs zu sein. Auf eines will er im Vorfeld aber noch besonders aufmerksam machen: "Die ganze Aktion ist keine offizielle Veranstaltung, sondern vielmehr ein Aufruf, etwas Gutes für sich und andere zu tun. Jeder ist also selbst für sich verantwortlich und muss sich zum Beispiel an die Straßenverkehrsordnung halten. Auch die dann geltenden Richtlinien der Corona-Schutzverordnung sind einzuhalten. Nur unter dieser Maßgabe haben wir die Erlaubnis von Gesundheits- und Ordnungsamt bekommen."

Service Geplant ist die Aktion "Gemeinsam was bewegen" am 4. und 5. Juli rund um die Talsperre Pöhl. Alle Informationen zu den Strecken und Spendenmöglichkeiten sind auf der Internetseite des Pirker Triathlons zusammengefasst: www.pirker-triathlon.de

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