Kia Venga (2010 bis 2019)

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Vans waren mal sehr gefragt - mittlerweile laufen ihnen SUVs den Rang ab. Aber es gibt noch einige neue Modelle und den Gebrauchtmarkt und Kandidaten wie den Kia Venga. Sollte man da zugreifen?

Berlin (dpa/tmn) - Der Kia Venga zählt zu den wenigen Vans im Kleinwagensegment. Mittlerweile wird er nicht mehr gebaut. Und damit ereilte das wendige Raumwunder das Schicksal vieler Vanmodelle. Bei der Hauptuntersuchung (HU) legt er einen grundlegend guten Auftritt hin. Perfekt ist aber auch der Venga nicht.

Modellhistorie: Der Venga stand als Kia-Neuheit 2009 auf der IAA in Frankfurt und wurde im Folgejahr auf den europäischen Märkten eingeführt. Mit der Modellpflege bekam der Mini-Van eine neue Front mit größerem Grill und LED-Tagfahrleuchten. Überarbeitet wurde auch der Innenraum. 2019 stellte Kia das Modell ersatzlos ein.

Karosserievarianten: Der Venga ist ein fünftüriger Kleinwagen im Van-Format, Varianten wurden nicht gebaut. Technisch baugleich ist der ebenfalls nicht mehr produzierte Hyundai ix20.

Abmessungen (laut ADAC): 4,08 m x 1,77 m x 1,60 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 444 l bis 1341 l.

Stärken: Mit serienmäßig sechs Airbags und ESP an Bord ist der für seine Klasse geräumige Venga auch ein Auto mit für seine Zeit guter Sicherheitsausstattung. Bei der HU liegen laut «Auto Bild Tüv Report 2021» unter dem Mängelschnitt: Achsaufhängung, Lenkanlage, Funktion von Fuß- und Feststellbremse. Besonders gute Noten gibt es für Antriebswellen und Auspuffanlagen. Rost am Fahrwerk kommt fast nie vor. Die Abgasuntersuchung (AU) verläuft öfters fehlerfrei als beim Durchschnitt.

Schwächen: Die Verarbeitungsqualität gilt als mittelmäßig, das Fahrwerk als recht hart abgestimmt. Ab der zweiten HU häufen sich Probleme mit Federn und Dämpfern, ab dem dritten Prüftermin schwächeln die Lenkgelenke und die Bremsscheiben, beim vierten kommen die Bremsleitungen hinzu. Ab einem Alter von fünf bis sieben Jahren mehren sich auch Defekte an Abblendlicht, hinterer Beleuchtung und Blinkern.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt, der Venga gebe kein einheitliches Bild ab. Die Zulassungszahlen sind vergleichsweise gering. In früheren Pannenstatistiken wies der Club dem Modell einen Platz im Mittelfeld zu. Pannenschwerpunkt ist vor allem die Batterie, die bei Modellen mit Erstzulassungsjahr 2012 bis 2017 häufig ausfällt.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 66 kW/90 PS und 92 kW/125 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 66 kW/90 PS und 94 kW/128 PS.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Venga 1.6 CVVT Edition 7 (2014); 92 kW/125 PS (Vierzylinder); 96 000 Kilometer; 6850 Euro.

- Venga 1.6 CRDi DPF Spirit (2018); 94 kW/128 PS (Vierzylinder); 54 000 Kilometer; 12 150 Euro.

- Venga 1.4 CVVT (2015); 66 kW/90 PS (Vierzylinder); 84 000 Kilometer; 6575 Euro.

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