Toyota präsentiert Fahrassistenzsystem «Guardian»

Seit mehreren Jahren arbeitet Toyota an seinem Fahrassistenzsystem «Guardian», das mit künstlicher Intelligenz den Menschen unterstützen soll. Auf der CES teilt der Autobauer mit, dass er das System auch anderen Autobauern anbieten will.

Las Vegas (dpa) - Toyota will in einem ungewöhnlichen Angebot an die Konkurrenz sein Fahrassistenzsystem «Guardian» auch in Fahrzeuge anderer Hersteller bringen. Das kündigte Toyota-Manager Gill Pratt auf der Technik-Messe CES (8. Bis 11. Januar) an.

Er machte keine Angaben zu Konditionen oder dazu, ob Toyota schon im Gespräch mit anderen Unternehmen ist. Während große Teile der Branche auf Technologien zum komplett autonomen Fahren setzen, investierte Toyota seit Jahren stark in die Entwicklung des «Guardian»-Systems, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz den Menschen unterstützen soll.

Pratt, der das Forschungszentrum Toyota Research leitet, erläuterte die Funktionsweise des Systems am Beispiel eines Unfalls, in den ein Testwagen des Konzerns verwickelt war. Das mit diversen Sensoren ausgestattete Auto war von einem Menschen gesteuert auf einer US-Autobahn unterwegs als ein anderes Fahrzeug es von hinten anfuhr und gegen die Leitplanke fahren ließ.

Toyota habe dank des Spezialfahrzeugs aber Massen von Daten zu dem Unfall sammeln können. Als der Konzern versuchte, die Situation auf einem Testgelände nachzuspielen, beschleunigte das «Guardian»-System rechtzeitig etwas, um der Kollision zu entgehen, sagte Pratt.

Toyota stellte auf der CES auch sein neues Testauto für die Entwicklung von Fahrassistenz- und Roboterwagen vor. Der Wagen auf Basis eines Lexus-Modells ist mit zahlreichen Kameras und Sensoren ausgestattet.

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