Warum ein Dreier ein Großgewinn ist

Der japanische Automobilhersteller Mazda erneuert sein Modellprogramm. Seit Oktober 2013 steht der neue Mazda 3 bei den Händlern. "Freie Presse" hat ihn getestet.

Chemnitz.

Ein Dreier ist in der Regel nicht der Rede wert - zumindest im Lotto. Geht es jedoch um Autos, dann sprechen Dreier für sich: von BMW, Citroën und eben auch von Mazda. Vor elf Jahren wurde der erste Mazda 3 auf der Internationalen Automobilmesse in Frankfurt/Main vorgestellt, inzwischen ist die dritte Generation des erfolgreichen Wagens auf dem Markt: Breiter und flacher als das Vorgängermodell und nach dem CX-5 und dem Mazda 6 im neuen Mazda-Design. Die Japaner werben außerdem für Motoren und Getriebe der Skyactiv-Technologie; Leichtbauweise, neue Getriebe und laut Mazda die höchste Verdichtung der Welt sind deren wichtige Bestandteile. Ergebnis: mehr Leistung bei weniger Verbrauch.

Im 14-Tage-Test wurden jede Menge Kilometer geschrubbt, Autobahn, Landstraße, Stadtverkehr - da gab's nichts zu deuteln am Fahrverhalten. Der Testwagen der Modellvariante Sports-Line (Grundpreis 25.490 Euro, das 1,5-Liter-Benziner-Einstiegsmodell kostet ab 17.490 Euro) war dazu bereits serienmäßig mit einer Menge Dingen ausgestattet, die man heutzutage von einem Auto dieser Klasse einfach erwartet: Stabilitäts- und Traktionskontrolle, Antiblockiersystem mit Bremskraftverteilung, Berganfahr- sowie City-Notbremsassistent, Reifendruck-Kontrollsystem (ab November bei allen Neuwagen Pflicht), Klimaautomatik und Navi... Dazu kam gegen Aufpreis neben der Lederausstattung das Technik-Paket mit adaptiver Geschwindigkeitsregleranlage mit radargestützter Distanzregelung und aktivem Bremseingriff. Dumm nur, dass das sogenannte Head-up-Display, was jedes Mal beim Starten hinter dem schönen sportlichen Leder-Lenkrad aus dem Armaturenbrett hochfährt, nicht einsehbar ist. Wer einigermaßen gerade sitzt und den Sitz nicht ganz nach unten gestellt hat, dem bleiben die aufs Display projizierten Daten wie Geschwindigkeit oder Abstandswarner leider verborgen.

Auch das Navi wollte manches Ziel partout nicht aufnehmen. Dafür schärft sich die schlüssellose Zentralverriegelung sofort beim Aussteigen. Für Vergessliche, die das Auto gern mal offen stehen lassen, sicher sehr nützlich. Lästig aber zum Beispiel, wenn man nur mal kurz aussteigt, zum Beispiel zum Tanken. Die Sicht nach hinten ist durchs Schrägheck etwas eingeschränkt, das kompensiert die Einparkhilfe.

Insgesamt ein Dreier, der sich für Mazda mit Blick auf die Verkaufszahlen als größerer Gewinn erweist: 9000 Autos allein seit Jahresbeginn.

Typenblatt

Mazda 3 Skyactiv-G 165i-Eloop FWD: Länge/Breite/Höhe (in m): 4,46/1,80/1,45; Kofferraum: 364 l; Motorisierung: 2,0-Liter-Otto-Motor mit 121 kW/165 PS, Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h, Normverbrauch: 5,8 Liter/100 Kilometer, CO-Ausstoß: 135 g/km; Preise ab 25.490 Euro.

Plus und Minus

Stärken: Sportliche Karosserie, umfangreiche Serienausstattung.

Schwächen: Eingeschränkte Sicht, Head-up-Display schlecht einsehbar.

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