Sieht bequem aus – aber sitzt oder liegt es sich auch gut? Beim Sofakauf im Möbelhaus sollte man unbedingt ausführlich Probesitzen.
Sieht bequem aus – aber sitzt oder liegt es sich auch gut? Beim Sofakauf im Möbelhaus sollte man unbedingt ausführlich Probesitzen. Bild: W. Schillig/Streffen Trützschle/DGM/dpa-tmn
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Worauf es beim Sofa-Kauf wirklich ankommt

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Wie merkt man, ob ein Sofa bequem ist – und das am besten für viele Jahre? Möbel- und Rückenexperten haben die Antwort.

Fürth.

Das Aussehen passt, die Maße auch – und trotzdem fühlt sich das neue Sofa später zu Hause unbequem an: Damit das nach dem Couch-Kauf nicht passiert, sollte man im Möbelhaus nicht nur nach Optik entscheiden, rät Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM): "Probesitzen ist beim Kauf von Polstermöbeln ein Muss." 

Immerhin verbringen wir durchschnittlich mehr als drei Stunden pro Tag auf der Couch, erinnert die Aktion Gesunder Rücken (AGR). Also sollte das Möbelstück wirklich zu einem passen.

Und das zeigt sich erst, wenn man Platz nimmt. Wichtig ist dabei die Sitztiefe: Die Oberschenkel sollten gut aufliegen, ohne dass die Kniekehlen unangenehm gegen die Sofakante gedrückt werden. Auch die Sitzhöhe spielt eine Rolle: Idealerweise kann man die Füße vollständig auf den Boden stellen. 

Zugleich sollte der Rücken abgestützt werden – sowohl beim aufrechten Sitzen als auch beim entspannten Zurücklehnen. Die Rückenlehnen reichen am besten mindestens bis zur Schulter, empfehlen die Rückenexperten.

Sitzen, liegen, lümmeln

Beim Probesitzen sollte man verschiedene Sitzpositionen ausprobieren: aufrecht sitzen, sich zurücklehnen, aufstehen, erneut hinsetzen. Längeres Verweilen kann helfen, den Komfort besser einzuschätzen, so die DGM.

Ein weiteres Kriterium ist die Polsterung. Sehr weiche Polster wirken auf den ersten Moment oft besonders gemütlich, geben dem Körper aber nicht immer ausreichend Halt – festere Polster können besser stützen und behalten häufig länger ihre Form, so die Möbelexperten. 

Entscheidend bleibt aber, was sich für den eigenen Körper richtig anfühlt und wie das individuelle Nutzungsverhalten ist. Also, ob das Sofa eher zum aufrechten Sitzen oder zum legeren Liegen genutzt werden soll.

Wer besonderen Wert auf Sitz- oder Liegekomfort legt, kann Modelle wählen, die verstellbare Elemente haben, etwa Rücken- und Armlehnen oder Fußteile.

Bezug nicht nur nach Farbe wählen

Neben Form und Polsterung lohnt sich ein Blick auf das Bezugsmaterial. Textilien und Leder fühlen sich unterschiedlich an und reagieren auch anders auf Temperatur, Feuchtigkeit und Beanspruchung. Manche Bezüge werden als warm und anschmiegsam empfunden, andere eher als kühl oder glatt. Auch diese Aspekte sollten in die Kaufentscheidung einfließen. (dpa)

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