Abmahnung erhalten: Jetzt ist es wichtig, aktiv zu werden und das Gespräch mit der Führungskraft zu suchen, um mögliche Missverständnisse auszuräumen.
Abmahnung erhalten: Jetzt ist es wichtig, aktiv zu werden und das Gespräch mit der Führungskraft zu suchen, um mögliche Missverständnisse auszuräumen. Bild: Christin Klose/dpa-tmn
Job & Karriere
Abgemahnt: So retten Sie Ihren Job

Nach einer Abmahnung ist das Arbeitsverhältnis nicht immer final zerrüttet. Wer jetzt das Gespräch sucht und eine klare Strategie zeigt, gewinnt in jedem Fall.

München/Jena.

Nach einer Abmahnung ist die Verunsicherung oft groß. Doch wer seinen Job behalten will, der sollte schnell aktiv werden. 

Zunächst heißt es: Das Ziel der Abmahnung verstehen. "Viele von uns haben ein gutes Unrechtsbewusstsein und wissen, ob der Chef einen loswerden will - oder ob er enttäuscht oder sauer ist, weil man wirklich Mist gebaut hat", sagt Arbeitspsychologe Rüdiger Trimpop. 

Ersteres ist schwer zu ändern, Letzteres hingegen zeigt: Es lohnt sich, zu kämpfen. Ist die Abmahnung gerechtfertigt und will der Arbeitnehmer seinen Job in diesem Unternehmen behalten, sollte er das deutlich machen. Das heißt: um ein Gespräch mit der Führungskraft bitten und Besserung geloben.

Mit Strategie punkten

"Gut ist es, wenn man nach einer Entschuldigung auch eine Strategie für die Zukunft präsentieren kann", sagt der Experte. Indem man etwa sagt: "Ich will sicherstellen, dass so etwas nie wieder passiert und habe mir daher Folgendes überlegt …"

Auch wenn sich das Verhältnis nicht kitten lässt, lohnt sich das. Denn: Dies kann auch die eigene Verhandlungsposition stärken, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer trennen – etwa wenn es um eine Abfindung oder Weiterbildung geht. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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