Jetzt schon einen Weihnachtsbaum kaufen?

Woran man erkennt, ob der Weihnachtsbaum frisch geschlagen ist und wie er länger hält

Ein schöner Weihnachtsbaum ist nicht ganz billig. Bei Sachsenforst zum Beispiel kostet er je nach Baumart und Größe etwa 15 bis 30 Euro. Die Wald Jacob Weihnachtswelt in Markneukirchen im Vogtland baut auf 50 Hektar Weihnachtsbäume an - zu 80 Prozent Nordmanntannen. Der laufende Meter kostet hier 18 bis 22 Euro, für die Blaufichte sind es 14 bis 16 Euro. Am günstigsten ist die Fichte mit fünf bis acht Euro. Simone A. Mayer beantwortet weitere wichtige Fragen.

Wann kauft man den Weihnachtsbaum am besten?

Je später der Baum geschlagen wurde und je kürzer er lagern muss, desto länger hält er sich. Laut Verband Natürlicher Weihnachtsbaum kaufen etwa zwei Drittel ihren Baum erst nach dem dritten Advent. Doch richtig versorgt können sich die Bäume vier bis sechs Wochen halten. Ob ein Baum frisch geschlagen ist, erkennt man an seiner Schnittstelle. Sie sollte weiß und nicht schon grau sein.

Wie lagere ich den Baum, bis er zum Aufstellen ins Haus kommt?

Er bleibt idealerweise im Netz, an einer sonnen- und windgeschützten Stelle im Freien oder in einer Garage. Damit der Baum sich gut mit Wasser versorgen kann, kann der Stamm nach dem Kauf um etwa zwei bis drei Zentimeter eingekürzt werden. Das bieten einige Verkaufsstellen vor Ort an. Dann kommt der Baum in einen Eimer voller Wasser und wird regelmäßig mit einem Wassernebel besprüht.

Wann sollte ich den Baum ins Wärme holen?

Trockene Heizungsluft im Zimmer lässt den Baum rascher austrocknen. Er sollte trotzdem schon einen Tag vor dem Schmücken aufgestellt und von seinem Netz befreit werden. Denn der Baum braucht diese Zeit, um seine Äste zurück in die ursprüngliche Position zu bringen. Ein Tipp: Das Netz von oben nach unten aufschneiden.

Wie viel Wasser braucht er?

Ganz schön viel! Zwei Meter hohe Bäume benötigen etwa zwei Liter Wasser am Tag. Der Bedarf kann sich aber je nach Standort erhöhen. Geraten wird etwa, den Baum nicht vor eine Heizung oder einen Ofen zu stellen, da er sonst austrocknet und schneller seine Nadeln verliert. Außerdem kann es sinnvoll sein, ihn auch hier ab und an mit einem Wassernebel einzusprühen. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit im Mikroklima um den Baum herum.

Bringen Zusätze im Wasser etwas?

Hier gehen die Meinungen auseinander: Wenn der Baum gekürzt wurde und mit dem Stamm im Wasser steht, sind weitere Hilfsmittel wie Glycerin überflüssig, erklärt der Verband Natürlicher Weihnachtsbaum. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hingegen rät, ins Wasser einen Esslöffel Zucker oder etwas Blumenfrisch zu geben. Und die Landwirtschaftskammer NRW meint: Ein Zusatz mit Zucker oder Frischhaltemittel würde den Bäumen weder schaden noch sie länger frisch halten. Sie rät aber klar von Glycerin beziehungsweise Frostschutzmittel ab. Der Baum färbe sich dann braun-rot und im Wasser würden sich Schimmelpilze bilden. dpa/rnw

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