Besser nicht zur vorgereiften Avocado greifen

Wenn schon Avocado, dann die richtige. Unter Klimaschutz-Aspekten sollten die härten Früchtchen bevorzugt werden. Denn für vorgereifte Varianten wird viel Energie verbraucht.

Berlin (dpa/tmn) - Beim Kauf von Avocados greifen Kunden zum Klimaschutz besser nicht zu den essfertigen und vorgereiften Varianten. Das rät der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Denn die Lagerung und Nachreifung in klimatisierten Hallen koste viel Energie. Und die Öko- und Klimabilanz von Avocados sei ohnehin schon schlecht, da der Anbau sehr ressourcenintensiv ist und weite Transportwege hinzukommen.

Nicht vorgereifte Avocados reifen auch zu Hause bei Zimmertemperatur - also nicht im Kühlschrank - innerhalb einiger Tage, am besten zusammen mit einem Apfel in ein Tuch gewickelt. Reife und bereits angeschnittene Avocados sollten allerdings im Kühlschrank gelagert werden. So blieben sie länger haltbar. Angeschnittene Avocadohälften am besten mit dem Kern zusammen in ein Bienenwachstuch wickeln.

Aus Sicht der Umweltschützer muss selbst der Kern der Avocado nicht unbedingt im Müll landen. Er enthalte viele Vitamine, Aminosäuren und Mineralstoffe und lasse sich geraspelt in kleinen Mengen zu Smoothies, Müsli und Brei geben. Die Verbraucherzentralen weisen allerdings darauf hin, dass gesundheitliche Risiken aufgrund fehlender Studien nicht auszuschließen sind. Sie raten daher vom Verzehr von Kernen und daraus hergestelltem Pulver ab.


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