Insekten essen: Was Verbraucher wissen müssen

Krabbeltiere finden sich allmählich auch in Europa vermehrt auf dem Speiseplan wieder. Vom rohen Verzehr der Insekten oder dem Kauf in einer Zoohandlung wird Verbrauchern abgeraten.

Hamburg (dpa/tmn) - Es gibt sie im Ganzen zu essen oder zerkleinert in Nudeln und Riegeln: Insekten. Wer die ungewöhnlichen Snacks ausprobieren will, sollte allerdings nur speziell für den menschlichen Verzehr produzierte Tiere essen und keine Tiere aus der Zoohandlung oder dem eigenen Garten verwenden.

Denn die können Keime und Parasiten enthalten, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg. Am häufigsten werden die Lebensmittel derzeit online vertrieben, aber auch in einzelnen Supermärkten sind sie zu finden.

Für Insekten als menschliches Nahrungsmittel gibt es den Angaben nach zwar noch keine verbindlichen Hygienestandards. Zumindest bei Produkten aus Europa könnten Verbraucher aber davon ausgehen, dass die Tiere unter ordentlichen Bedingungen gezüchtet werden. Insekten aus Zuchtanlagen werden außerdem vor dem Verkauf blanchiert, um Krankheitserreger abzutöten. Roh sollte man Insekten grundsätzlich nicht essen.

Besonders aufpassen müssen Allergiker - auch wenn sich auf der Verpackung noch keine Warnhinweise finden. Kreuzallergien sind aber möglich: Wer zum Beispiel keine Garnelen essen kann, hat häufig auch ein Problem mit Mehlwürmern. Insgesamt sei das Allergierisiko aber eher gering, so die Verbraucherschützer.

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