Pestizide in den meisten Erdbeeren

"Öko-Test" hat importierte Früchte untersucht

Erst im Juni ist in Deutschland Erdbeersaison. Die süßen Früchte, die man jetzt schon kaufen kann, stammen meist aus Marokko und Spanien. Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat im Januar und Februar in zehn Supermärkten jeweils drei Chargen gekauft und ins Labor zur Untersuchung geschickt. Die roten Beeren wurden auf über 500 Giftstoffe getestet.

Mit ernüchterndem Ergebnis: Nur in drei der 30 Proben konnten keine Pestizide nachgewiesen werden. In allen anderen stecken bis zu sechs verschiedene Spritzgifte. Am höchsten belastet war eine Charge von Rewe, die deshalb nur mit "ungenügend" abschnitt. Das Labor fand hier "erhöhte Rückstände" von fünf verschiedenen Pestiziden. Einige Produzenten hätten besonders bedenkliche Wirkstoffe eingesetzt, die möglicherweise krebserregend oder reproduktionstoxisch sind. Die Tests ergaben, dass solch bedenkliche Pestizide in allen Proben vorkamen, abgesehen von den Erdbeeren aus dem Aldi Nord.

Nicht nur Pestizide sind ein Problem: "Öko-Test" kritisiert, dass die Produkte in wasserarmen Regionen angebaut werden. 2016 wurden 94.000 Tonnen Erdbeeren von Spanien nach Deutschland importiert. Das kostet eine der trockensten Regionen Europas zu viel Wasser. Die Bauern müssen alles künstlich bewässern und bohren dafür auch illegale Brunnen. Der Anbau eines Kilos Erdbeeren verbraucht 276 Liter Wasser, errechnete die Vereinigung Deutscher Gewässerschutz. Den Einkauf aus diesen Regionen bewerteten die Tester negativ. (rnw/nf)

Den vollständigen Test finden Sie in der gestern erschienenen Zeitschrift "Öko-Test" 05/2018.

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