Zu holzig? Bei Zitronengras ist der knollige Teil das Beste

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

In vielen Currys und Gerichten mit Kokosmilch, Geflügel oder Fisch sorgt Zitronengras für einen erfrischenden, exotischen Kick. Doch nicht alle Teile des Grases sollten in Schüssel oder Topf landen.

München (dpa/tmn) - Haben Sie sich auch schon mal an einem Stück Zitronengras verbissen und gedacht, auf Holz herumzukauen? Dann wurden für die Speise wahrscheinlich nicht die besten Teile des exotischen Gewürzes verwendet.

Denn die äußeren harten Blätter, die trockenen Blattspitzen und das holzige Ende müssen weggeschnitten werden, rät die Verbraucherzentrale Bayern. Nur das knollenförmige, weiche Endstück, die sogenannte Bulbe, sollte zum Würzen verwendet werden.

Sein feines Aroma entfaltet Zitronengras am besten, wenn die frischen Stängel sehr klein geschnitten und roh zu den Gerichten gegeben werden, erklärt Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale.

Aufschneiden und weichklopfen

Sollen ganze Stängel mitgekocht werden, schneidet man diese in der Mitte auf und klopft oder drückt sie weich. Das Aroma ist nach dem Kochen dann allerdings weniger intensiv. Größere, holzige Stücke sollten vor dem Servieren entfernt werden. Komplette, harte Stängel eignen sich dafür als Spieße zum Grillen oder Braten.

Zitronengras verleiht Speisen eine exotische Note und ist in der asiatischen Küche als Zutat für Currys unentbehrlich. Das Gewürz aus der Familie der Süßgräser ist auch als Lemongras oder Citronella bekannt. Es harmoniert gut mit Kokosmilch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten, veredelt aber auch Süßes wie Cremes, Eis und Kompott.