Häusliche Gewalt - gedemütigt, geschlagen, verletzt

Carla Mai* ist eines von jährlich mehr als 7000 Opfern in Sachsen. Ihre Geschichte ist exemplarisch und zeigt den schweren Weg zurück ins Leben.

9Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Mike1969
    16.02.2019

    @CPärchen: Okay. Danke für die Aufklärung. Das geht natürlich nicht, sich ein "Werkzeug" für die Gewaltausübung zu suchen und dann den Mann anzugreifen. … Wie würde ich aber damit umgehen? Ist natürlich leicht gesagt, wenn man nicht in der Situation selbst steckt. Meine Koffer packen und gehen - wahrscheinlich? Oder sie zu "Boden werfen" und einen Arzt rufen, wenn es häufig vorkommt. Aber in die Ecke setzen und weinen, Nein, dass käme für mich nicht in Frage. Aber jeder Mann ist da anders, wie auch jede Frau auch anders mit der Gewalt zuhause umgeht.

  • 8
    1
    CPärchen
    15.02.2019

    @Mike: erstmal Glückwunsch zur Partnerwahl :)
    Zu der Frage: bspw. von hinten ins Kreuz springen oder mit dem Messer herumfuchteln (ist nicht ausgedacht!). Der Mann ist zwar stärker, hat aber eine innere Hemmung die Frau körperlich in Schach zu halten, sondern erträgt es einfach. Des Weiteren gibt es starke, dicke Frauen, die einen kleinen schwachen Mann haben.

    @Blackadder: Nur, weil der Großteil der Opfer Frauen sind, ist der Einwand dennoch berechtigt. Jedes Opfer ist zuviel. Des Weiteren wird man als weibliches Opfer Ernst genommen. Die Dunkelziffer dürfte also auch bei weiblichen Tätern hoch sein. Und von psychischer Gewalt sprachen wir noch nicht einmal.

    @Freche Pauline: Meinen grünen Daumen haben Sie!

  • 1
    9
    Mike1969
    14.02.2019

    @Frechepauline: Ich muss immer schmunzeln, wenn es um Gewalt von Frau gegen Mann geht. Wie kann ich mir diese Gewalt als Mann denn vorstellen? Würde hier gern ein anderes Bild bekommen, was mir aber sehr schwer fällt, da ich mir nicht vorstellen kann, dass meine Frau gegenüber mir Gewalt ausüben kann. Kannst Du mir das weiterhelfen?

  • 2
    9
    Blackadder
    14.02.2019

    @Frechepauline: "Opfer von Partnerschaftsgewalt sind zu über 82 Prozent Frauen".

    https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/haeusliche-gewalt/80642

    Das ist nun mal ein Fakt, der sich nicht wegdiskutieren lässt.

  • 12
    2
    Frechepauline
    14.02.2019

    Warum wird immer wieder nur von Frauen gesprochen. Es betrifft auch genug Männer, die aber nicht merken oder nicht merken wollen das sie von Frauen nicht geschlagen aber anders bestraft werden. Handy, Brille, Fernbedienung wird regelmäßig weg genommen. Türen werden zu geschlossen das nur ein Raum zu Verfügung steht. Kind als Waffe benutzt wird. So was muss genau auch mal mit ins Gespräch gebracht werden. Immer werden nur Frauen als arme Geschöpfe hin gestellt. Ich bin selbst eine Frau und merke sehr oft das Männer leider nicht angehört werden. Weil das alte Klischee so ist, das nur Männer die bösen sind.

  • 8
    1
    Mike1969
    13.02.2019

    Und von den vielen Müttern, die die Gewaltspirale wegen ihrer Kinder ertragen spricht keiner. Sie können nicht einfach mehr ihre Kinder "einpacken" und sich und diese in Sicherheit bringen. Sie ertragen diese Gewalt, bis es nicht mehr anders geht. In diesem Land gibt man nur noch Geld für die Wirkung aus. Nicht mehr gegen die Ursachen. Wenn Menschen - hier Müttern - die Freiheit genommen wird gegen ihre Scham reagieren zu können, dann ist die Gewalt ein Freifahrtschein.

  • 7
    8
    Blackadder
    13.02.2019

    @bertaH: Wir hatten hier letztens erst die Problematik, dass Vergewaltigungen häufig in Freispruch enden oder mit Bewährung. Vielleicht ist das Hauptproblem wirklich, dass männliche Gewalt immer noch von vielen als Kavaliersdelikt gesehen wird.

    @CPärchen: Wer auch hier wieder nur auf die Gewalt von Ausländers schaut, verkennt das Problem. Zumal ja nicht alle Fälle klar sind: ein deutscher Mann kann auch eine ausländische Frau ins Frauenhaus treiben und umgekehrt. Die Diskussion führt zu nichts. Man muss grundlegend gegen Männergewalt vorgehen.

  • 7
    8
    CPärchen
    12.02.2019

    83% sind Deutsche? Bei unserem niedrigen Ausländeranteil müssten es über 90% sein. Aber, dass man mehr von politischer Seite in den Schutz investieren will, finde ich von unserer Landesregierung super!

  • 11
    3
    BertaH
    12.02.2019

    Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher. Frauen scheuen oft den Täter anzuzeigen. Die Gründe sind vielschichtig. Der Hauptgrund liegt aber im Umgang mit häuslicher Gewalt an deutschen Familiengerichten. Ich erlebe es immer wieder in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit, dass Mütter den Schritt scheuen weil Sie Angst haben ihre Kinder zu verlieren. Und schaut man sich die Rechtsprechung an ist das nicht unbegründet. Er schlägt zwar die Frau, aber nicht das Kind. Das kann trotzdem ein guter Vater sein. Die Kinder sind der verlängerte Arm der Täter um weiterhin unegehindert MACHT ausüben zu können. So lang an deutschen Gerichten häusliche Gewalt keine Ausschlussgrund für Umgang mit Kindern ist, wird die Dunkelziffer hoch bleiben. Der Täter wird überidealisiert. Die Schäden der passiven Gewalt der Kinder in Kauf genommen. Schult endlich die Verfahrensbeteiligten am Gericht besser. Ein gewalttätiger Vater ist kein guter Vater!!! Er nimmt den Schaden der Mutter und der Kinder billigend in Kauf. Leider erfährt weder die Frau, noch das Kind SCHUTZ am Familiengericht. Leider!



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...