Jede zweite Matratze ist für Babys gefährlich

Nach einem Warentest-Check nehmen einige Anbieter sie zurück

Weiche Matratzen gehören nicht ins Babybettchen. Denn das Gesicht des Kleinen könnte in Bauchlage einsinken - und das Kind ersticken, wenn es das Köpfchen noch nicht allein drehen kann und weder durch den Mund noch durch die Nase Luft bekommt. Auch beim plötzlichen Kindstod könnten weiche Matratzen eine Rolle spielen. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Oktoberausgabe 14 Kindermatratzen geprüft. Die Hälfte davon hat den Test nicht bestanden, weil sie nicht hart genug waren, darunter Alvi Max (134 Euro), Julius Zöller Baby Dream Comfort (150 Euro) sowie Pinolino Allergo-Vlies (110 Euro). Vier Matratzen sind gut, zwei befriedigend. Testsieger ist das Modell Jonas vom Dänischen Bettenlager (99 Euro).

Wie hart eine Babymatratze sein muss, wird mit dem Kugeltest überprüft. Dieser ist Teil einer Norm, die seit einem Jahr die Sicherheitsanforderungen definiert. Die Kugel wird in eine Schablone mit kreisrundem Loch auf die Schlafunterlage gelegt. Sie simuliert das Einsinken des Babykopfes in die Matratze. Versinkt sie zu tief, ist das Baby in Bauchlage gefährdet. "Kinder, die jünger als ein Jahr sind, sollten vorsichtshalber nicht auf einer dieser Matratzen schlafen", so die Warentester. Sie haben die Hersteller mit ihren Ergebnissen konfrontiert. Drei von sieben bieten einen Umtausch gegen ein anderes Modell an. Das sind Pinolino, Waschbär und MFO Matratzen. Der Dauertest hat gezeigt, dass fast alle Schlafunterlagen weicher werden. Viele schrumpfen zudem bei dauerhaft hoher Luftfeuchte und Körpertemperatur ein. Damit ihr Baby sicher schläft, sollten Eltern es am besten gestillt, in Rückenlage und Schlafsack in seinem eigenen Bett zur Ruhe legen. (rnw/ sp)

 

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