Bei vermuteter Pilzvergiftung immer zum Arzt gehen

Pilzsammler sollten sich ihrer Sache sicher sein. Falls es nach dem Verzehr dennoch zu Übelkeit kommt, alarmiert man am besten den Notruf. Auf was es im Ernstfall außerdem ankommt:

München (dpa/tmn) - Im Wald Pilze zu sammeln macht Spaß, es ist aber nicht ohne Risiken. Wer nach dem Verspeisen eine Vergiftung bei sich vermutet, sollte auf keinen Fall zu vermeintlichen Hausmitteln greifen, ohne einen Arzt gefragt zu haben. Auch sollten Betroffene sich nicht zum Erbrechen bringen, warnt die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Richtig ist hingegen, Ruhe zu bewahren und die Notrufnummer 112 zu wählen. Da sich der Zustand von Menschen mit Vergiftungen jederzeit verschlechtern kann, sollten sie nicht selbst fahren, sondern zum Arzt oder ins Krankenhaus transportiert werden. Pilzreste und Erbrochenes können Medizinern außerdem Aufschluss über die Art des Giftes geben und sollten daher nach Möglichkeit mitgenommen werden.

Anzeichen für eine Pilzvergiftung treten manchmal erst Stunden oder sogar Tage nach der Mahlzeit auf. Zu ihnen gehören Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche und eine Gelbfärbung der Haut. Selbst geringe Mengen bestimmter Pilzgifte können schwere Vergiftungen auslösen, in manchen Fällen enden diese tödlich.

Um solche Probleme zu vermeiden, sollten Sammler nur Pilze einstecken, die sie genau kennen. Bei Unsicherheit gilt: lieber die Finger von dem Pilz lassen oder sich Rat holen, zum Beispiel von Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

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