Bei verschnupftem Kind Kochsalzlösung statt Nasentropfen

Die Zeit der Erkältungen hat begonnen. Wenn es die Kinder erwischt, raten Experten von abschwellenden Nasentropfen ab. Eltern sollen eher zur Kochsalzlösung greifen. Anders verhält es sich bei ernsteren Fällen wie einer Nasennebenhöhlenentzündung.

Köln (dpa/tmn) - Eine verstopfte Nase ist auch für Kinder unangenehm. Eltern können ihnen mit Kochsalzlösung helfen, sagt Hermann Josef Kahl, Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Einfach vier bis fünf Mal täglich je einen Tropfen in jedes Nasenloch träufeln. Abschwellende Nasentropfen oder -sprays sollten bei erkälteten Kindern dagegen nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.

Kahl rät, bei Kindern, die erkältet sind, generell solange wie möglich Hausmittel wie Tee einzusetzen. «Kranke Kinder brauchen in erster Linie die Pflege der Eltern», sagt er. Kann ein Kind mit verstopfter Nase allerdings am Abend gar nicht einschlafen, könnten Eltern ausnahmsweise abschwellende Nasentropfen verwenden. Es muss aber ein für das jeweilige Alter zugelassenes Produkt sein. «Nasentropfen für Erwachsene sind viel zu hoch dosiert», warnt Kahl.

Etwas anderes ist es dem Kinder- und Jugendarzt zufolge, wenn ein Kind nicht nur erkältet ist. Bei Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen und schmerzhaften Paukenergüssen sei der Einsatz von abschwellenden Nasentropfen in Absprache mit dem Arzt häufig sinnvoll.

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