Die wahren Auslöser für Kaufsucht-Attacken finden

Frust-Shopping ist teuer und hilft nur oberflächlich gegen Stress und negative Gefühle. Ärzte raten dazu, sich selbst Regeln zu geben - und eine Therapie zu beginnen.

Krefeld (dpa/tmn) - Kaufen, kaufen, kaufen - ohne dass man etwas braucht. Aus Stresssituationen oder einer unangenehmen Gefühlslage heraus stürzen sich manche Menschen in Shopping-Exzesse. Das kann in einer regelrechten Kaufsucht münden.

Die individuellen Auslöser sollten in einer Therapie identifiziert werden, rät der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). Betroffene könnten sich darüber hinaus selbst Regeln setzen und beispielsweise nur mit Bargeld bezahlen und Kreditkarten bei ihrer Bank zurückgeben.

Eine weitere Strategie sei, die Ware vor dem Gang zur Kasse wieder zurückzulegen und das Geschäft zu verlassen. Denn bei manchen Süchtigen lasse der Drang nach, sobald sie die Kaufatmosphäre hinter sich gelassen haben.

Von Kaufsucht sind den Schätzungen zufolge zwischen 1 bis 6 Prozent der Bevölkerung betroffen. Das problematische Verhalten beginnt oft vor dem 20. Lebensjahr und verläuft meist chronisch mit symptomfreien Intervallen, die Monate bis Jahre dauern können.

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