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Gesundheit
Gürtelrose wie bei Carmushka: Diese Symptome sind typisch

Wer Windpocken hatte, kann später eine Gürtelrose bekommen. Welche Warnzeichen auf die Erkrankung hinweisen und was bei der Behandlung wichtig ist.

Berlin.

Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kribbeln, Schmerzen und dann ein Hautausschlag: Bei diesen Symptomen - auch wenn sie oft unspezifisch sind - liegt unter Umständen eine Gürtelrose vor. Oft trifft es Menschen ab 50 Jahren, aber auch junge Menschen können erkranken. So hat kürzlich Influencerin Carmushka (Carmen Kroll) in einem Instagram-Post ihre Ängste bezüglich des Befunds Gürtelrose mit ihrer Community geteilt.

Was Sie zu der Erkrankung wissen müssen:

Wie entsteht eine Gürtelrose?

Gürtelrose (Herpes zoster) wird wie Windpocken (Varizellen) durch Varizella-zoster-Viren verursacht. Prinzipiell kann jeder, der einmal an Windpocken erkrankt war, später eine Gürtelrose bekommen. Die Viren bleiben nach einer Infektion mit Windpocken im Körper und können viele Jahre später wieder aktiv werden.

Besonders ältere Menschen erkranken an Gürtelrose. Wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit auf dem Portal "Infektionsschutz" schreibt, sind zudem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Personen mit schweren Ausprägungen bestimmter chronischer Grunderkrankungen häufig betroffen. Jüngere Personen sowie Kinder und Jugendlichen mit gesundem Immunsystem können aber ebenfalls erkranken.

An welchen Symptomen erkenne ich eine Gürtelrose?

Kopf- und Gliederschmerzen, man fühlt sich krank und abgeschlagen: Ein typischer Verlauf beginnt oft so, bevor Jucken, Kribbeln unter der Haut und leichtes Fieber hinzukommen. 

Zu den eindeutigsten Symptomen für die Gürtelrose zählt in der Regel ein Hautausschlag. Laut "Infektionsschutz" bilden sich flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die sich zu einem gürtelförmigen Ausschlag ausbreiten. Er tritt meist am Rumpf, Brustkorb oder im Bereich des Kopfes auf und zeigt sich normalerweise nur auf einer Körperhälfte. Nach einigen Tagen trocknen die entstandenen Bläschen aus, es bilden sich gelbliche Krusten.

Nachdem der Hautausschlag abgeheilt ist, kann laut Robert Koch-Institut ein Nervenschmerz in der vormals betroffenen Hautregion noch mehrere Monate bis Jahre anhalten (Post-Zoster-Neuralgie).

Wie lässt sich eine Gürtelrose behandeln?

Ärztinnen und Ärzte erkennen eine Gürtelrose am typischen einseitigen Hautausschlag sowie Schmerzen oder Empfindungsstörungen. Die Hausarztpraxis ist hier in der Regel die erste Anlaufstelle. 

Zur Besserung der Symptome können zum Beispiel schmerzlindernde und fiebersenkende Mittel helfen. Auch die Hautpflege ist wichtig: Hier können etwa bestimmte Lotionen, Gels oder Puder zum Einsatz kommen, die antiseptisch wirken oder den Juckreiz stillen.

Bei bestimmten Gruppen kommen auch antivirale Medikamente infrage, die die Vermehrung von Viren hemmen. Frühzeitig eingenommen, können sie dem Portal "Gesundsheitsinformation.de" zufolge die Heilung beschleunigen und die Dauer der Schmerzen verkürzen.

Wichtig: Gürtelrose ist ansteckend. Die Flüssigkeit der Bläschen enthält infektiöses Varizella-zoster-Virus und kann durch Schmierinfektion übertragen werden. Um Ansteckungen zu vermeiden, sollte die Bläschen bis zum Verkrusten abgedeckt werden.

Gibt es eine Impf-Empfehlung?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose mit einem Totimpfstoff allen Personen ab 60 Jahren. Daneben wird die Impfung auch Personen ab 18 Jahren empfohlen, deren Immunsystem durch Krankheit oder Behandlung geschwächt ist, und Personen ab 18 Jahren mit einer schweren Ausprägung einer Grunderkrankung (etwa Diabetes oder Asthma). (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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